Bauholz füllt die Rhodskasse

ALTSTÄTTEN. Die Verwaltungsrechnung der Rhode Gätzi-Warmesberg schliesst mit einem Gewinn von 21 650 Franken ab. Der Hiebsatz in der Forstwirtschaft wurde mit 833 m3 Bauholz mehr als ausgeschöpft.

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Die Rhodsverwaltung, von links: Kassierin Agnes Zünd, Magnus Löhrer, Präsident Walter Bücheli und Peter Freund. (Bild: pd)

Die Rhodsverwaltung, von links: Kassierin Agnes Zünd, Magnus Löhrer, Präsident Walter Bücheli und Peter Freund. (Bild: pd)

Einleitend mit einem Frühlingsgedicht durfte Präsident Walter Bücheli kürzlich im Versammlungslokal bei der Familie Oeler 35 Stimmberechtigte zur Rhodsversammlung begrüssen, darunter erfreulich viele junge Bürgerinnen und Bürger. Das Interesse am Rhodsgeschehen freut Bücheli, entspricht doch die Teilnahme 45% aller Rhodsbürger.

50 m3 Sturmholz

In seinem Jahresbericht liess Bücheli die letztjährigen Aktivitäten und Geschäfte der Rhode aufleben. Im April 2012 fielen dem Föhnsturm 50 m3 Holz zum Opfer. Total hat die Rhode Gätzi-Warmesberg mit 833 m3 etwa 120 m3 weniger Rundholz verkauft als 2011. Der durchschnittliche Verkaufserlös lag mit ca. 89.69 Fr./m3 rund fünf Franken tiefer als 2011. Die angefallenen 252 m3 Hackholz konnten regional in Fernwärme umgewandelt werden. Brennholz wurde an diverse Interessenten in der Region verkauft.

Ernüchterung zeigt sich vor allem in der Preisentwicklung beim Rundholz: Auf der einen Seite wird von den holzverarbeitenden Betrieben ein Rohstoffmangel räsoniert, auf der anderen Seite sinken die Preise für das Rundholz mit jedem Jahr. Manche Betriebe sehen sich im wirtschaftlichen Umfeld sogar gezwungen, die Produktion mit einheimischem Rohstoff einzustellen. Wiederum andere erkennen gerade darin die Chance zu investieren und den Betrieb für die Zukunft zu rüsten. Letztere gilt es im Rahmen des Möglichen zu unterstützen.

In der Landwirtschaft zeigt sich – wie auch in den vergangen Jahren – eine gute Konstanz ab. Die ausgewiesene verpachtete Landwirtschaftsfläche beträgt per Ende 2012 total 68,76 ha, die sich auf zehn Pächter aufteilt.

Das neue Gemeindegesetz verlangt diverse Anpassungen und Neuschaffung von Reglementen und Arbeitsdokumenten. So wurde die neue Gemeindeordnung, nachdem die Bürgerschaft an der Bürgerversammlung vom letzten Jahr diese einstimmig angenommen hatte, Mitte 2012 vom kantonalen Departement des Innern genehmigt und für rechtsgültig erklärt. Ein Geschäftsreglement, ein Reglement über Erwerb, Veräusserung und Bewirtschaftung von Gemeindegut sowie ein internes Kontrollsystem wurden nötig. Man darf sich fragen, wie das Ganze vor dieser Reglementierung überhaupt funktioniert hat.

Grosszügiger budgetieren

Die von Kassierin Agnes Zünd präsentierte Jahresrechnung weist einen Gewinn von 21 649 Franken aus. Per 31. Dezember wies die Rhode Gätzi-Warmesberg eine Eigenkapitalquote von 82,5% aus. Dies entspricht einer Steigerung von 0,6% gegenüber dem Vorjahr. Die gültige Finanzkompetenz-Regelung hält die Verwaltung an, «grosszügiger, vorsichtiger» zu budgetieren. Damit soll laut Bücheli das erstellte Budget nicht unbedingt voll ausgeschöpft werden, vielmehr kann damit der nötige Handlungsspielraum des Verwaltungsrates in der Rechnungsperiode gewährleistet bleiben.

Das Budget für 2013 sieht somit einen vorsichtig gewählten Rückschlag von 22 500 Franken vor. Zur detailliert vorgetragenen Jahresrechnung und dem Budget blieben keine Fragen offen. In der Allgemeinen Umfrage dankte Ursula Oeler der Rhode Gätzi-Warmesberg für die grosszügige Unterstützung anlässlich der Rheintalischen Bäuerinnentagung; sie sprach von einem sehr gelungenen und erfolgreichen Anlass.

Mit dem Dank für das Vertrauen, das die Rhodsbürgerinnen und Rhodsbürger der Verwaltung entgegenbringen, und dem Wunsch einer weiterhin aktiven Bürgerschaft am Gätzi-Warmesberg ging der Abend mit dem geselligen und kulinarischen Teil für die Bürgerinnen und Bürger im Restaurant Alter Zoll weiter. (wb)

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