Baufreudigkeit gefällt nicht allen

Die Sanierung des Eingangsbereiches und der Umgebung des Balgacher Rathauses, über die am 27.November abgestimmt wird, gab am Infoabend der politischen Gemeinde am meisten zu reden. Auch Ablehnung wurde geäussert.

Maya Schmid-Egert
Merken
Drucken
Teilen
Plan des neuen Rathaus-Foyers: Ernst Metzler (r.) und Reto Fach. (Bild: Maya Schmid-Egert)

Plan des neuen Rathaus-Foyers: Ernst Metzler (r.) und Reto Fach. (Bild: Maya Schmid-Egert)

BALGACH. Basierend auf der Aussage, dass die Finanzen der Gemeinde per Ende Oktober 8 Prozent oder 1,2 Mio. Franken über Budget lägen, eröffnete Ernst Metzler den dritten, ebenfalls sehr gut besuchten Infoabend im 2011 in der Mehrzweckhalle Riet: «Dieses Zwischenergebnis ist erfreulich und sollte uns nicht allzu pessimistisch stimmen.»

Der Gemeindepräsident blickte kurz historisch in die Zeit des Neubaus des Rathauses zurück. «3 unter einem Dach!», stand damals euphorisch in der Zeitung. Gemeint war die Tatsache, dass die Freude darüber, dass Rathaus, Bank und Post unter einem Dach hätten gebaut werden können, sehr gross gewesen sei. Vierzig Jahren später sei es nun an der Zeit, «an allen Ecken und Enden zu sanieren». Die Bilder der mit den Jahren entstandenen Bauschäden in und ums Rathaus überzeugten und lösten keine Diskussion aus.

Zur Erweiterung des Eingangsbereiches des Rathauses sowie zur Gestaltung der Umgebung, welche insgesamt 2,52 Mio. Franken kosten werden, hagelte es Fragen. Wird die geplante Turnhallestrasse am Ende zu eng für Velofahrer? Kommt das ganze Projekt hinsichtlich eines allfälligen zukünftigen Anschlusses an die Autobahn zu früh? Wurde der Eingang rollstuhlgängig genug geplant? Bis auf den Einwand eines Votanten, dass man erst die Schulden (Neubau Mehrzweckhalle Riet) tilgen solle bevor schon wieder gebaut werde, konnte Ernst Metzler die Gemüter beruhigen. Dass Balgach seine Infrastruktur immer auf Vordermann gebracht habe, stimme schon, meinte der Gemeindepräsident. Dabei dürfe aber nicht vergessen werden, dass die Finanzplanung stets aufgegangen sei: «Und dies bei einem gleichbleibenden Steuerfuss.»

Weil das Projekt nur einen Teil des Rathauses betrifft, wurde gefragt, was künftig noch folgen werde. Antwort: «Richtung Hirschen und Büntelistrasse werden 2012 die Werkleitungen ersetzt und später die Umgebung neu gestaltet.» Richtung Parkplatz Post, verriet Ernst Metzler weiter, könne die Gemeinde Boden von der Post erstehen. Was natürlich wieder baulich genutzt werden könnte.

Für die Schulgemeinde berichtete Thomas Müller. Er stellte die Finanzplanung für 2012-16 vor, wobei als markanter Punkt die erstmalige Überschreitung der 4-Mio-Grenze für das Budget 2013 hervorstach. Während vor zehn Jahren noch 426 Schüler und Schülerinnen die Schule Balgach besuchten, sind es heute noch 357. In den nächsten Jahren, so Thomas Müller, rechne man mit durchschnittlich 350 bis 370 Kindern.

Technik-Planer Heinz Eggenberger (Bild: Maya Schmid-Egert)

Technik-Planer Heinz Eggenberger (Bild: Maya Schmid-Egert)