Bauern geht's ans Lebdige

Dass der Sägesport der Landwirtschaft nahe steht, zeigte sich nicht nur daran, dass die Organisatoren den Präsidenten des Schweizer Bauernverbands, den Altstätter Markus Ritter, als Festredner eingeladen hatten, sondern auch an der Frage, mit der Sägesport-Freunde-Präsident Bruno Städler diesen

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Dass der Sägesport der Landwirtschaft nahe steht, zeigte sich nicht nur daran, dass die Organisatoren den Präsidenten des Schweizer Bauernverbands, den Altstätter Markus Ritter, als Festredner eingeladen hatten, sondern auch an der Frage, mit der Sägesport-Freunde-Präsident Bruno Städler diesen konfrontierte. Letzte Woche habe die «Tagesschau» gemeldet, dass in Deutschland der Milchpreis auf unter 20 Cent den Liter sinke, «Wie sieht da die Zukunft für die Bauern in der Schweiz aus?», wollte Städler wissen.

Ganz und gar nicht rosig, stellte sich heraus. Die Schweizer Milchbauern müssten heute zu Preisen produzieren wie in den 1930er Jahren. 47 bis 48 Rappen gebe es pro Liter Industriemilch. «Es ist klar», meinte Ritter, «zu solchen Preisen können die Kosten nicht gedeckt werden.» Erschwerend für das Verständnis der breiten Bevölkerung sei, dass der Preis für die Packung Milch im Laden nicht ebenfalls gesunken ist.

Weil die Situation für die Milchbauern prekär ist, finde nun diese Woche auf dem Gurten bei Bern ein «Milchgipfel» mit Vertretern von Politik, Handel und Produzenten statt. Für Markus Ritter ist klar: «Jetzt muss etwas anders werden.» Ziel müsse sein, dass die Bauern zu Preisen produzieren können, die die Kosten decken. (mt)