Baubeginn im Spätsommer

ST.MARGRETHEN. Ein Jahr nachdem Ralf Hora als Investor des Mineralheilbads bekannt wurde, ist der Rückbau bewilligt. Bis Ende Juni soll das Bad abgebrochen und nach den Sommerferien Baustart sein.

Monika von der Linden
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Noch ist beim Mineralheilbad äusserlich alles beim Alten. Die Gemeinde hat den Abbruch bewilligt. Bis zu den Sommerferien soll es weg sein. (Bilder: Monika von der Linden)

Noch ist beim Mineralheilbad äusserlich alles beim Alten. Die Gemeinde hat den Abbruch bewilligt. Bis zu den Sommerferien soll es weg sein. (Bilder: Monika von der Linden)

ST. MARGRETHEN. «Äusserlich hat sich am Mineralheilbad noch nichts verändert», sagte gestern Ralf Hora, Geschäftsführer des Investors, der ITW-Gruppe in Balzers. Man könnte glauben, es bewege sich nicht viel. «Im Hintergrund haben wir ein Neubauprojekt erarbeitet und mit der Gemeinde St. Margrethen sowie dem Kanton St. Gallen eng kooperiert.

Weiter auf Kurs

Aktuelle Informationen verkündete Gemeinderatsschreiber Felix Tobler. «Letzte Woche hat der Gemeinderat dem Abbruch zugestimmt.» Das Mineralheilbad liegt in der einzigen Kurzone der Gemeinde. Bauten dürfen dort zehn Meter hoch sein. Weil der Neubau um ein Stockwerk höher werden soll, wurde ein Nachtrag zum Baureglement – mit einer erlaubten Bauhöhe von bis zu 13 Metern – nötig. Das Gesuch hat die Gemeinde Ende März beim Kanton eingereicht. «Wir erwarten die Bewilligung jeden Tag, weil der Kanton die kleine Änderung vorgeprüft hatte», sagte Felix Tobler. «Der im Januar kommunizierte Zeitplan steht nach wie vor», sagte Ralf Hora. «Die Baueingabe wollen wir noch vor Ostern machen und den Rückbau des Bads Ende Juni abgeschlossen haben.» Nach den Sommerferien soll der erste Spatenstich gesetzt und im Herbst 2015 Eröffnung gefeiert werden.

Jakob Bolt verlässt das Heilbad

Seit der Schliessung des Heilbads wurde die Physiotherapie weitergeführt. Zur Überbrückung – während der nächsten anderthalb Jahre – ist sie in einer Wohnung am Lindenweg 1 (Telefon 071 740 13 30, seit 7. April) eingemietet. In dem Zusammenhang gab Ralf Hora bekannt, dass der Betriebsleiter und ehemalige Inhaber Jakob Bolt aus dem Unternehmen ausgeschieden sei. Neu leitet Corinne Grütter das Physioteam. Die ITW habe alle offenen Rechnungen beglichen, sagte Hora.

«Das Heilbad gehört zum Dorf wie Kirche und Schule. Die Bevölkerung vermisst es», sagte Felix Tobler. Er regte an, auf der Homepage Bilder aufzuschalten. Die Erfahrungen mit «Europuls» hätten gezeigt, die Leute haben Freude und beginnen zu diskutieren, wenn sie Bilder sehen. «Wir warten, bis der Abbruch angefangen hat», sagte Ralf Hora. «Wir wollen nichts visualisieren, was nachher nicht geht.» Eine Webcam soll den Baufortschritt im Bild festhalten.

Hoher Energiebedarf

Wie im alten werde im neuen Mineralheilbad der Energiebedarf die grössten Kosten verursachen, sagte Ralf Hora. Um das Wasser im Aussenbecken erwärmen zu können, muss erneuerbare Energie gebraucht werden. «Hier setzen wir auf die Holzschnitzelheizung der Ortsgemeinde und werden Sonnenkollektoren installieren.» Der Strombedarf werde voraussichtlich mit Gas, zum Beispiel mit einem Blockheizkraftwerk, gedeckt.

mineralheilbad.ch

Corinne Grütter (Leiterin Physioteam, v. l.), Annelies Stiegelmar (Therapeutin), Karin Fluri (Anmeldung), Brigit Wenk (Therapeutin), und Ralf Hora (Geschäftsführer ITW Ingenieurunternehmung AG).

Corinne Grütter (Leiterin Physioteam, v. l.), Annelies Stiegelmar (Therapeutin), Karin Fluri (Anmeldung), Brigit Wenk (Therapeutin), und Ralf Hora (Geschäftsführer ITW Ingenieurunternehmung AG).

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