Ballonpionier der Gegenwart

Die Ballontage Alpenrheintal (19. bis 22. August) werden organisiert vom Ballonclub Alpenrheintal, der aus der Sky Fun Ballon AG, St. Margrethen, des Rheintaler Ballonpioniers Eugen Nussbaumer hervorgegangen ist.

Max Pflüger
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Vom 19. bis 22. August finden im Rheinvorland zwischen Widnau und Lustenau die dritten Internationalen Ballontage Alpenrheintal statt. Mit erwarteten rund 50 Ballonteams ist dies nach Château d' Oex das zweitgrösste Ballontreffen der Schweiz. Dieses Jahr ist das Ballontreffen mit umfangreichen Attraktionen zum Jubiläum «100 Jahre Luftfahrt Schweiz» verbunden und wird so ein grosses, an der Aviatik interessiertes Publikum ins St. Galler Rheintal ziehen.

Die Ballontage Alpenrheintal werden organisiert vom Ballonclub Alpenrheintal, der aus der Sky Fun Ballon AG, St. Margrethen, des Rheintaler Ballonpioniers Eugen Nussbaumer hervorgegangen ist.

Zuerst mit dem Fallschirm

1972 sprang der damals siebzehnjährige St. Margrether Eugen Nussbaumer zum ersten Mal mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug. Der freie Fall durch die Luft faszinierte ihn. Lehrmeister und Freunde fand er im Fallschirmspringerclub Hohenems.

Und eine besondere Freundschaft verband ihn mit dem Vorarlberger Günter Schabus. Dieser war Berufspilot, Co-Pilot bei Seewald und ebenfalls begeisterter Fallschirmspringer.

1988 erwarb Schabus zusätzlich das Ballonfahrerbrevet und bat Eugen Nussbaumer, ihn auf einer Fahrt zu begleiten. Beschauliches Ballonfahren war aber durchaus nicht das, was sich Nussbaumer als besonders interessant vorstellte.

Nur als Freundschaftsdienst nahm er die Einladung an und bestieg den Korb nicht ohne seinen Fallschirm. Er wollte gegebenenfalls aus dem Korb abspringen, sollte ihm die Fahrt zu lange dauern und zu langweilig werden.

Aber es kam anders: Der Ballon wurde über den Bodensee getrieben, und an ein Abspringen mit dem Fallschirm war nicht zu denken. Nussbaumer musste sich nun wohl oder übel mit dem Ballonfahren befassen – und fand Gefallen daran.

Noch Ende der gleichen Woche bestellte er sich seinen eigenen Ballon und als dieser vier Monate später, geliefert wurde, hatte er auch schon sein Ballonpilotenbrevet im Sack. Inzwischen hat er rund 2000 Fahrten hinter sich, war 3500 Stunden mit dem Ballon in der Luft und hat an vielen Wettbewerben, Schweizer Meisterschaften, viermal an Europameisterschaften und sogar an Weltmeisterschaften teilgenommen. Und noch immer hat er vom Ballonfahren nicht genug.

Eigene Firma

Bald schon nahm Eugen Nussbaumer auch Passagiere mit und gründete zusammen mit seiner Gattin Clarissa eine eigene Firma, die Sky Fun Ballon AG. Um als Vereinspräsident in den Genuss aller wichtigen Informationen zu gelangen, gründete er zusammen mit Clarissa und Günter Schabus den eigenen Verein, den «Sky Fun Ballon-Club Rheintal». Während acht Jahren engagierte er sich dann im Vorstand des Schweizerischen Ballonverbandes.

Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Ballonfahrer zum Verein. Praktisch alle wurden von Eugen Nussbaumer, dem «Pionier und Vater der Rheintaler Ballonfahrer» für das Ballonfahren gewonnen. Der wachsende Verein setzte sich neue Ziele, wollte nicht zuletzt auch Ballontreffen im Rheintal organisieren. Unter dem neuen Namen «Ballonclub Alpenrheintal» straffte er seine organisatorischen Strukturen und formulierte neue Zielsetzungen.

2007 wurde das erste internationale Ballontreffen im Rahmen des Stadtfestes Heerbrugg organisiert, 2008 folgte das zweite Treffen in Zusammenarbeit mit dem Brückenfest Wiesenrain zwischen Widnau und Lustenau. Im kommenden August wird zusammen mit dem Aeroclub und dem Jubiläum «100 Jahre Schweizer Luftfahrt» die dritte Auflage des erfolgreichen Rheintaler Ballonsportanlasses organisiert.

Details zum Programm finden sich im Internet unter www.ballontage-alpenrheintal.ch.

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