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Balger Natur rettet Glögglifrosch

Der Verein Balger Natur hat gemeinsam mit der OePlan GmbH ein Förderprojekt für die Geburtshelferkröten ausgearbeitet. An verschiedenen Standorten wurden neue Lebensräume für die bedrohte Kröte geschaffen.
Susi Miara
Andreas Rotach von der OePlan GmbH, Balgach (links), und Tobias Schmidheini, Co-Präsident Balger Natur, am vergrösserten Weiher im Gebiet Längler–Pfadiheim. (Bild: Susi Miara)

Andreas Rotach von der OePlan GmbH, Balgach (links), und Tobias Schmidheini, Co-Präsident Balger Natur, am vergrösserten Weiher im Gebiet Längler–Pfadiheim. (Bild: Susi Miara)

BALGACH. Die Geburtshelferkröte, auch Glögglifrosch genannt, ist gemäss Roter Liste schweizweit als stark gefährdet eingestuft. Mit der Wahl des Glögglifroschs zum Tier des Jahres 2013 machte bereits Pro Natura auf den dramatischen Rückgang der einheimischen Amphibie aufmerksam. Auch im Kanton St. Gallen sind die Bestände der Geburtshelferkröte stark gesunken. Von ursprünglich 147 Stellen, an denen sie vorkamen, sind heute nur noch 39 übrig. In Balgach wurde 2012 der Bestand in den Hanglagen im Raum Grünenstein, Wydenbach und Dorfbach grob erfasst. Dabei konnte die Geburtshelferkröte an sieben Orten nachgewiesen werden. Für den Verein Balger Natur war dies ein Grund, ein Förderprojekt für die Geburtshelferkröte zu starten. Gemeinsam mit der OePlan GmbH hat der Verein an verschiedenen Stellen Aufwertungsmassnahmen getroffen. Im Gebiet Längler–Pfadiheim wurde ein Weiher vergrössert und durch eine Sandsteinmauer mit vielen Ritzen als Versteckmöglichkeit ergänzt. Auf dem Wolkenberg (oberhalb Werkheim Wyden) wurde ein bestehender Weiher im Wald ausgebaggert und gleichzeitig der Waldrand aufgelichtet. Im Gebiet Dorfbach, rund um den Werkhof der Rheintal Forst AG, wurde der Landlebensraum an einigen Stellen durch Freistellung von Felsstrukturen und Unterschlüpfen optimiert. Zudem wurden dort zwei Weiher ausgefischt, damit die ausgesetzten Fische den Amphibienbestand nicht gefährden. «Aus dem Oberen Weiher wurden in Zusammenarbeit mit dem Fischereiaufseher rund 1000 Fische entfernt und umgesiedelt», sagt Andreas Rotach von der OePlan GmbH. Sieben verschiedene Fischarten – Rotauge, Rotfeder, Schleie, Egli, Gründling, Karpfen, ja sogar Goldfische – waren dabei. «Mit diesen Massnahmen haben wir nicht nur für den Glögglifrosch, sondern auch für andere gefährdete Amphibienarten wie den Feuersalamander, die Erdkröte oder den Fadenmolch neue Lebensräume geschaffen», sagt Andreas Rotach. Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen, von der Gemeinde Balgach sowie durch den Verein Balger Natur.

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