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BALGACH/RHEINTAL: Kostbare Blumenteppiche

An einer eigenen Meisterschaft werden dieses Jahr die schönsten Wiesen der Region ausgezeichnet. Eine junge Bäuerin erzählt, warum sie daran teilnimmt.
Elisabeth Sturzenegger aus Balgach möchte «Rheintaler Wiesenmeisterin» werden. (Bild: Martin Arnold)

Elisabeth Sturzenegger aus Balgach möchte «Rheintaler Wiesenmeisterin» werden. (Bild: Martin Arnold)

Die Wiesenmeisterschaft motiviert Landwirte, seltenen Pflanzen und Blumen eine Heimat zu bieten. 2017 prämieren der WWF, das Landwirtschaftliche Zentrum Salez, Pro Natura und der Bauernverband St. Gallen Wiesen in der Region Rheintal. Über 30 Flächen wurden angemeldet.

«Ich habe schon vor Jahren darüber gelesen und immer gehofft, die Wiesenmeisterschaft würde auch einmal hier ausgeschrieben», freut sich Elisabeth Sturzenegger aus Balgach. In diesem Jahr ist es soweit – die junge Bäuerin präsentierte ihre drei Flächen. Sie erzählt, wie die Blüten und die Blumen sie durchs Jahr begleiten, wie sie mit ihrer Familie an Sonntagen manchmal hoch spaziert zu ihren artenreichen Wiesen, wie sie ein Picknick macht und den Anblick geniesst. Und sie erzählt von der Heuete, an der die ganze Familie beteiligt ist und sagt: «Das ist ein Höhepunkt im Jahresablauf.»

Martin Zimmermann, Geschäftsführer des WWF St. Gallen formuliert, was die Jury der Wiesenmeisterschaft bei ihrer Begehung feststellte. «Bezüglich der Artenvielfalt hat die Region viel zu bieten. Es gibt naturbelassene Lebensräume, die umso kostbarer sind, weil im fruchtbaren Rheintal die Landwirtschaft sehr intensiv betrieben wird und die Artenvielfalt in den letzten Jahren sehr gelitten hat.»

Über 30 Flächen meldeten die Rheintaler Landwirte für die Wiesenmeisterschaft an. Nach einer botanischen Vorselektion besichtigte die Jury Mitte Juni die besten Flächen in den Kategorien Bergwiesen und Talwiesen. Die Botanikerinnen und Botaniker untersuchten auf den Parzellen jeweils eine oder im Zweifelsfall mehrere Flächen mit einem Radius von sechs Metern. Dort suchten sie nach typischen Pflanzenarten von Mager- und Streuwiesen, bewerteten aber auch die Grösse der angemeldeten Fläche und die Geländestruktur. Diejenigen Bauern mit den höchsten Punktezahlen in den jeweiligen Kategorien werden am 19. August bei einem Buurezmorge im Montlinger Schwamm, zu dem alle Teilnehmenden eingeladen sind, ausgezeichnet.

Damit wollen die Trägerverbände auf die ökologische und wirtschaftliche Bedeutung der Blumenwiesen aufmerksam machen. Denn dank dem späteren Schnittzeitpunkt und dem Verzicht auf Düngung bei den beurteilten Landwirten können die Pflanzen ausblühen und ihren Fortbestand sichern. (pd)

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