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Balgacher haben ihr Rebhüttli zurück

BALGACH. Zum Jahresende 2012 ist das Balgacher Rebhüttli abgebrannt. Jetzt erstrahlt es wieder in alter Schönheit. Am Sonntag war Aufrichte. Das halbe Dorf ging hin. Jeder Balgacher und jede Balgacherin haben einen eigenen Bezug zum roten Hüttli in den Reben.
Gerhard Huber
Die Rebbauern Bruno Zünd, Roland Coray und Jakob Ritz vor dem in neuem Glanz erstrahlenden roten Rebhüttli. (Bild: Ulrike Huber)

Die Rebbauern Bruno Zünd, Roland Coray und Jakob Ritz vor dem in neuem Glanz erstrahlenden roten Rebhüttli. (Bild: Ulrike Huber)

Gefühlt halb Balgach war vor Ort, als am Sonntag die Aufrichtefeier für das neu errichtete Rebhüttli stattfand. Etwa 200 Besucherinnen und Besucher zeigten durch ihre Anwesenheit, welch Herzensangelegenheit das alte Rebhüttli mitten in den Balgacher Weinbergen für alle ist.

Knapp vor einem Jahr herrschten Bestürzung und Trauer, als das liebgewonnene und von ganz Balgach aus sichtbare rote Kleinod aus ungeklärter Ursache ein Raub der Flammen wurde.

Als Wetterschutzhütte gebaut

«Das Hüttli hat einfach gefehlt. Es war uns allen zur schönen Gewohnheit geworden. Vor über hundert Jahren für die Weinbauern als Schutzhütte gebaut, war es damals bei plötzlichen Unwettern ein wichtiger Zufluchtsort», erzählen die Winzer und Rebbauern Bruno Zünd, Roland Coray und Jakob Ritz. «Später hat dann jeder Bauer sein Fahrzeug dabeigehabt und brauchte kaum mehr einen Wetterschutz, da hat das Hüttchen dann als Ziel für Spaziergänge, als Aussichtspunkt und Ort für viele Festlichkeiten gedient.»

Aufgebaut in alter Pracht

Und die Rebbauern schildern auch, dass dieses pittoreske Gebäude vor vielen Jahren schon einmal sehr schlecht beieinander war und saniert werden musste, «erst da hat es seinen charakteristischen roten Anstrich erhalten». Jetzt erstrahlt das Rebhüttli jedenfalls wieder in alter Pracht.

Nach dem Brand waren nur die Grundmauern übrig geblieben, Pläne waren keine vorhanden. So musste dieses Balgacher Wahrzeichen nur aufgrund von Fotos und alten, von den Einwohnern im Laufe der Zeit privat gefertigten Modellen originalgetreu wieder aufgebaut werden.

«Und das hat dank der Mithilfe vieler hervorragend funktioniert», weiss Gemeindepräsidentin Silvia Troxler in ihrer Ansprache zu berichten. Besonders Märk Nüesch, der den Wiederaufbau als Projektleiter organisiert hat, und Emil Nüesch, der durch seine Nüesch-Stiftung namhafte finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt hat, sei für ihren Einsatz zu danken. Gedankt wurde auch allen beteiligten Firmen, die es möglich machten, dass der Wiederaufbau in Form eines Lehrlingsprojektes erfolgte.

Der erste Kuss

«Jede Balgacherin, jeder Balgacher hat eine besondere Verbindung zum Rebhüttli. Jeder hat schöne Erinnerungen aus seiner Jugendzeit», bringt es ein Besucher der Aufrichte auf den Punkt.

Auch die jüngste Generation, die vielen anwesenden Kinder zeigten keine Scheu und nahmen das hölzerne Bauwerk gleich in Besitz. Und eine nicht näher genannt werden wollende ältere Balgacherin erzählte von ihrem ersten Kuss hier im Rebhüttli. Sie wird wohl nicht die Einzige gewesen sein.

• UNTERES RHEINTAL 39

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