BALGACH: Werkarbeiten für Rhyboot-Neubau

In der Holzwerkstatt Wyden wurde ein besonderer Auftrag abgewickelt: Das Drechseln von mehreren Dutzend Holzstäben. Sie finden bald an der Fassade der neuen Rhyboot-Werkstatt in Altstätten ihren Platz.

Barbara Heuberger
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Sämtliche Drechselarbeiten konnten in der internen Holzwerkstatt ausgeführt werden. (Bild: Barbara Heuberger)

Sämtliche Drechselarbeiten konnten in der internen Holzwerkstatt ausgeführt werden. (Bild: Barbara Heuberger)

Barbara Heuberger

Es sind nicht irgendwelche Holzstäbe, sondern Teil einer künstlerischen Bereicherung der Fassade des grössten Holzbaus der Region. «Wir sind stolz auf diese Arbeit», heisst es in der Wyden-Holzwerkstatt, «denn diese Arbeit zeigt, dass wir auch anspruchsvolle Aufträge ausführen können.» Was die Beteiligten besonders freut, ist der Umstand, dass ein zwar kleiner, aber gut sichtbarer Bauteil Rhyboot-intern für die neue Werkstätte gefertigt werden konnte.

Die in der Wyden gedrechselten Stäbe werden im Innenhof des Rhyboot-Neubaus einen markanten Akzent setzen. Die Fas­saden des Neubaus zeichnen sich durch ein wohl abgestimmtes Verhältnis von Fenstern und Holz-Elementen aus. Bei einzelnen Fenstern wird als Sicht- und Sonnenschutz ein Geflecht aus Holzstäben montiert.

Schmuck und Orientierung

Im Innenhof wird dieses Geflecht bei den vier Eingangspartien zusätzlich aufgewertet. Dies geschieht, indem die Stäbe so bearbeitet werden, dass sie ein Muster ergeben. Die Holzstäbe jeder Eingangspartie erhalten nicht nur verschiedene Formen, sondern unterschiedliche Farben. Damit wird eine klare Unterscheidung der einzelnen Bereiche – Arbeit, Beschäftigung, Cafeteria und Verwaltung – erreicht. Die Stäbe weisen je nach Eingang unterschiedliche Formen auf. Die je zehn Stäbe wirken vor allem im Zusammenspiel mit dem Leerraum und ergeben so unterschiedliche Muster. Sie werden gewissermassen zu Schmuckbildern, die an Schnitzereien und Stickereien erinnern.

Die gedrechselten Abschnitte sind im Erdgeschoss auf Tast­höhe montiert. Damit ist es den Nutzern jederzeit möglich, die unterschiedlichen Formen auch mit den Händen zu «erkennen».

Gemeinsam mit dem Künstler

Die Idee für diese Bereicherung wurde von Rolf Graf, einem in Heiden aufgewachsenen Künstler, entwickelt. Ihm war es ein grosses Anliegen, die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer einzubinden und mit der Rhyboot-Werkstatt zusammenzuarbeiten. So ist nun ein eigentliches Gemeinschaftswerk entstanden. Die gedrechselten, dezent bemalten Stäbe lockern die Fas­sade auf, werten den Innenhof zusätzlich auf und begünstigen die Orientierung. Letzteres ist für Menschen mit Behinderung wichtig.

Mit der Montage der Stäbe werden die Arbeiten abgeschlossen. Im Innern stehen die Arbeiten vor der Vollendung. Am 16. Juni wird gezügelt und bereits am darauffolgenden Montag wird der Betrieb im Neubau offiziell aufgenommen.

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