BALGACH: Waschhaus wieder wie neu

Das zum alten evangelischen Pfarrhaus gehörende Waschhaus auf der Steig erstrahlt in neuem Glanz. Susanne Graf, die Besitzerin, liess das unter Denkmalschutz stehende Gebäude komplett restaurieren.

Benjamin Schmid
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Benjamin Schmid

Jahrzehnte des Verfalls hinterlassen deutlich ihre Spuren. «Der Anblick war deprimierend», sagt Susanne Graf. Bereits 1998, als sie zur Miete in das ehemalige Pfarrhaus einzog, war das Waschhaus eine Bauruine. Der Garten war verwildert, der Sitzplatz nicht zu benutzen und das Waschhaus von Efeu überwachsen und einsturzgefährdet.

Unter Denkmalschutz ­gestellt

«Ein Abbruch kam nie in Frage», bestätigt Graf. Einerseits lässt sich das nicht mit der kantonalen Denkmalpflege vereinbaren, die das ganze Anwesen unter Denkmalschutz gestellt hat, andererseits wäre es traurig, ein Haus mit langer Tradition und historischer Bedeutung abzureissen. Als Graf das Haus mitsamt dem Waschhaus 2013 kaufte, stand ihren Renovationsideen nichts mehr im Weg. Natürlich mussten die Vorgaben der Denkmalpflege feinsäuberlich eingehalten werden. Dafür stand man in regem Austausch mit den Behörden. Während eines Jahres zeichneten lokale Handwerker verantwortlich für die Restaurierung. «Um die Vorgaben der Denkmalpflege zu erfüllen, musste alte Handwerkskunst angewendet werden», sagt Graf. Letzten Herbst begannen die Renovationsarbeiten am Dach und am Mauerwerk, nachdem das Haus 2015 bereits sta­bilisiert worden war. Über die Wintermonate trockneten die Mauern aus, sodass in diesem Frühjahr mit der Wiederherstellung des alten Kalkputzes gestartet werden konnte. Aktuell stehen nur noch kleinere Arbeiten an der Gebäudehülle und im Innern an. Für Susanne Graf ein Grund zur Freude, denn das Waschhaus sieht in der Zwischenzeit wieder aus wie neu.