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BALGACH: Verein fördert Biodiversität

Der Verein Balger Natur traf sich zur Hauptversammlung, vergab einen Preis und liess sich über Bioweinbau informieren.
Was gilt es beim Bioweinbau zu beachten? Referentin Ursula Graf Frei teilte ihr Fachwissen mit dem Verein Balger Natur. (Bild: pd)

Was gilt es beim Bioweinbau zu beachten? Referentin Ursula Graf Frei teilte ihr Fachwissen mit dem Verein Balger Natur. (Bild: pd)

Co-Präsidentin Marianne Hangartner hielt Rückblick auf ein abwechslungsreiches und arbeitsintensives Jahr des Vereins Balger Natur. Unerlässlich sind die Pflegetage. In der Höchstern griff ein Team der Raiffeisenbank Mittelrheintal tatkräftig mit an. Regelmässig mit dabei ist eine Kantonsschulklasse mit Lehrerin Cornelia Bally. Sie macht ihre Schülerinnen und Schüler im Unterricht mit dem Problem der ortsfremden Pflanzen (Neophyten) vertraut, die sie anschliessend gemeinsam ausreissen.

Biodiversitätspreis für Lehrerin Cornelia Bally

«Für die 16- bis 17-Jährigen sind die Gummistiefel und Arbeitshandschuhe zwar ungewohnt, aber sie machen freudig mit und lernen dadurch die Natur mit den Händen kennen», sagt die engagierte Mittelschullehrerin. Sie wurde mit dem diesjährigen Biodiversitätspreis belohnt. Ein grosser Erfolg war der dreiteilige Ornithologiekurs mit Erich Widmer, der humorvoll über die Vögel der Region orientierte .

Einsprache gegen Teilzonenplan

Der neue Teilzonenplan im Leica Areal hat den Verein zur Einsprache veranlasst. Balger Natur sehe sich nicht als Verhinderer von Arbeitsplätzen, es sei aber fraglich, ob dazu wirklich die Rodung des ganzen Waldes erforderlich ist. Die ökologischen Aufwertungen, die zur Kompensation nötig würden, seien verbindlicher zu formulieren, fordert der Verein. Einen Ersatzwald gleich so zu ­gestalten, dass die Biodiversität deutlich gefördert werde, ergebe Sinn.

Tierische «Mitarbeitende» im Rebberg

Der eklatante Rückgang der Fluginsekten, wie er in Deutschland nachgewiesen worden ist, mache sich auch im Rheintal bemerkbar. Das bestätigen einige Vereinsmitglieder. Besonders gefördert wird die Natur auf der Altstätter Rebparzelle von Ursula Graf Frei. Die Rebfachfrau zeigte das Ökosystem in ihrem Rebberg auf und verwies auf ihre tierischen «Mitarbeitenden»: «Die verschiedenen Insekten­arten halten sich gegenseitig in Schach.» Damit diese ihre verschiedenen Lebenszyklen im Rebberg verbringen können, braucht es eine vielseitig Flora, weshalb Graf stets nur jede dritte Reihe mäht.

Dass sich unter den ungespritzten, begrünten Flächen auch die Bodenlebewesen wohlfühlen, versteht sich von selbst. Sie bauen den Humus auf. Dem theoretischen Exkurs folgte die Degustation dreier Bioweine aus weissen und roten pilzwiderstandsfähigen Traubensorten. (pd)

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