Balgach
Überarbeitete Ortsplanung vorgestellt: Gewisse historische Gebiete sollen in Balgach erhalten bleiben

Ende August wurde die Bevölkerung über den Entwurf des kommunalen Richtplans informiert. Während einige historische Bereiche bleiben sollen, werden andere umstrukturiert. Durch die digitale Plattform «E-Mitwirkung» sollen Bewohner direkt in die Gestaltung miteinbezogen werden.

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Wiese am Sonnenberg hinterm Schloss Heerbrugg in der Gemeinde Balgach.

Wiese am Sonnenberg hinterm Schloss Heerbrugg in der Gemeinde Balgach.

Bild: Max Tinner

Gemeindepräsidentin Silvia Troxler informierte zusammen mit Marilene Holzhauser, ERR Raumplaner AG, Ende August die Bevölkerung über den vorliegenden Entwurf des kommunalen Richtplans, der auf dem räumlichen Entwicklungskonzept und der städtebaulichen Studie basiert.

Rund 80 Bürgerinnen und Bürger nahmen am Anlass teil. Dass das Interesse der Bevölkerung an der zukünftigen Gestaltung von Balgach gross ist, bestätigten auch die zahlreichen Fragen und Rückmeldungen aus dem Publikum, welche zu den einzelnen Themenblöcken geäussert wurden.

Verdichtungspotenzial der Gemeinde ermittelt

Die Überarbeitung der Ortsplanung erfolgt in drei Arbeitsphasen. Als Grundlage für die Revision der kommunalen Ortsplanung wurde als erstes ein Konzept der räumlichen Entwicklung erstellt und durch eine ortsbauliche Studie vertieft. Darin wurden die Zielvorstellungen für die künftige Entwicklung der Gemeinde erarbeitet. Für alle Gebiete wurde das Innenverdichtungspotenzial ermittelt. Hervorzuheben ist die Tatsache, dass gewisse historische Gebiete auf jeden Fall erhalten bleiben sollen, andere Bereiche können umstrukturiert oder neu und zeitnah auch langfristig entwickelt werden.

Der kommunale Richtplan bildet die Grundlage für die nun folgende Erarbeitung der Nutzungsplanung und zeigt auf, wie die geforderte Siedlungsentwicklung nach innen ortsverträglich umgesetzt werden soll. Er legt die künftige Entwicklung der Gemeinde Balgach in den nächsten Jahren dar und hat zum Ziel, die Qualität des Siedlungsgebiets zu erhalten und zu stärken. Weitere wichtige Inhalte sind unter anderem die Erhaltung und Weiterentwicklung der öffentlichen Infrastruktur und der Landschaft sowie die Aufwertung des Verkehrsnetzes.

Digitale Plattform «E-Mitwirkung»

Mit dem Informationsanlass hat auch der öffentliche Mitwirkungsprozess gestartet. Es ist wichtig, dass die Bevölkerung bei solch einem wichtigen Projekt miteinbezogen wird. Um eine effiziente Erfassung und Auswertung der Stellungnahmen zu ermöglichen, wird dazu erstmalig die digitale Plattform «E-Mitwirkung» eingesetzt. Sie ermöglicht eine einfache, anwenderorientierte Online-Erfassung der Stellungnahmen. Die Lösung wird schweizweit erfolgreich eingesetzt und erfüllt höchste Datenschutz- und Sicherheitsstandards.

Die Bevölkerung wird eingeladen, ihre Stellungnahmen und Rückmeldungen zum erarbeiteten Entwurf des kommunalen Richtplans bis 21. September auf www.mitwirken-balgach.ch einzureichen. Eine Anleitung dazu kann unter www.balgach.ch heruntergeladen werden. Selbstverständlich ist die schriftliche Stellungnahme nach wie vor auch in Papierform möglich. Die Erkenntnisse aus der Mitwirkung der Bevölkerung werden dann soweit möglich in die weitere Planung einfliessen.

Im kommunalen Richtplan stimmt die politische Gemeinde die Siedlungs-, Verkehrs- und Landschaftsentwicklung sowie den geplanten Infrastrukturausbau in ihrem Gebiet für einen Planungshorizont von mindestens 15 Jahren ab. Der Richtplan umfasst die raumplanerischen Hausaufgaben und dient den Gemeindebehörden als strategisches Führungsinstrument. Er besteht aus einer Richtplankarte und dem dazugehörigen Richtplantext sowie einem der Erläuterung dienenden Planungsbericht. Er ist ein rollendes Planungsinstrument, das laufend den aktuellen Zielen der Gemeinde angepasst wird. Die Richtplaninhalte sind behördenverbindlich. (gk)