Balgach
Sie alle haben bei der heutigen Leica ihre Lehre gemacht

233 «Heimweh-Wildler», die bei der Firma Wild (heute Leica Geosystems) gelernt hatten, trafen sich zur GV.

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Die ehemaligen Wild-Stifte frischten beim 19. Treffen im Optikhus alte Kameradschaften auf.

Die ehemaligen Wild-Stifte frischten beim 19. Treffen im Optikhus alte Kameradschaften auf.

Im Restaurant Optikhus fand am vergangenen Samstag coronakonform die 19. GV der Vereinigung Ehemaliger Wild-Stifte statt. Präsidentin Miriam Tobler durfte 233 «Heimweh-Wildler» begrüssen, die einmal mehr einen eindrucksvollen Einblick in ihren ehemaligen Ausbildungsbetrieb erhielten, der gerade sein 100-jähriges Bestehen feiert.

Derzeit gehören 1159 Ehemalige der Vereinigung an. Das Vermögen des Vereins ist um 1943 Franken auf 18'785 Franken geschrumpft. Die Abnahme begründete Interimskassier Stefan Dörig mit der Tatsache, dass die Einnahmen die Kosten der vorangegangenen GV im Jahr 2017 nicht hätten decken können. Zudem seien einige Mitgliederbeiträge noch ausstehend.

Vorstand ist wieder komplett

Für die zurückgetretene Revisorin Susi Zaugg wurde einstimmig Christian Zellweger gewählt. Anstelle des verstorbenen Vorstandsmitglieds Jörg Haas wurde einstimmig Marianne Seewer-Preising aus Rebstein gewählt, die bereits seit einiger Zeit im Vorstand mitgearbeitet hat und neu das Amt des Kassiers übernehmen wird. Damit ergänzt sie den Vorstand mit Miriam Tobler (Präsidentin), Carolin Kugler-Müller (Aktuarin), Stefan Dörig und Roland Bruderer.

Ein Antrag, Lehrabgänger und Lehrabgängerinnen mit Eintrag ins Goldene Buch (Note 5,3 und besser) künftig gratis in die Vereinigung aufzunehmen, wurde mit grossem Mehr von den Stimmberechtigten abgelehnt.

Erster Lehrbetrieb in Lustenau

Interessant waren im Anschluss an die offiziellen Traktanden die Ausführungen der beiden Gastreferenten Dieter Holenstein, Verfasser des Buches «Vom Überschwemmungstal zum Hightech-Valley», das bereits in zweiter Auflage erschienen ist, und Eugen Voit, der die Ausstellung «100 Jahre Innovation Heerbrugg» massgeblich mitgestaltet hat. Im Rheintal werde Präzisionstechnik der Weltspitze produziert, führten die Referenten aus. Dies treffe nicht bloss auf die fünf ehemaligen Unternehmen zu, die aus der Firma Wild Heerbrugg hervorgegangen seien, sondern auch für verschiedene Unternehmen aus der Region, die von ehemaligen Wild-Lehrlingen gegründet oder zum Erfolg geführt worden seien.

Wohl die wenigsten Ehemaligen wussten, dass Walter Bösch, Gründer der Walter Bösch GmbH mit heute über 600 Mitarbeitenden, als erster Wild-Stift in Lustenau ausgebildet wurde. Der erste Wild-Stift, der in Heerbrugg seine Ausbildung genoss, war Willi Oehler. Inzwischen seien aus der «Versuchswerkstatt, die zur Weltfirma» herangewachsen ist, wie Eugen Voit erwähnte, über 3000 Berufsleute hervorgegangen. Heute kämen pro Jahr über 50 neue Produkte auf den Markt. Entsprechend interessant war dann auch ein Rundgang durch die Jubiläumsausstellung, welche eindrücklich 100 Jahre Innovation Heerbrugg zum Ausdruck bringt. (j)

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