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BALGACH: Rhenusana speckt ab

Die Rhenusana tritt das Geschäft mit Firmenkunden an die Zurich ab und wird damit einen «Klotz am Bein» los. Für die beteiligten Parteien ändert sich nichts. Die Mitarbeiter werden weiterbeschäftigt.
Remo Zollinger
Das Minus abgeschnitten: Die Krankenversicherung Rhenusana tritt das Firmengeschäft ab und wird in Zukunft nur für Privatkunden tätig sein. (Bild: depositphotos/graphicsdunia4u)

Das Minus abgeschnitten: Die Krankenversicherung Rhenusana tritt das Firmengeschäft ab und wird in Zukunft nur für Privatkunden tätig sein. (Bild: depositphotos/graphicsdunia4u)

Remo Zollinger

Ab diesem Jahr versichert die Rhenusana nur noch Privatkunden. Die Rheintaler Krankenversicherung hat sich zu einer Anpassung ihrer strategischen Ausrichtung entschieden, wie sie in einer Presseinformation schreibt. Aus ihrem Portfolio verschwunden sind die Firmenkunden: Das Taggeldgeschäft mit ihnen hat die Rhenusana an die Zurich abgetreten.

Für die direkt Betroffenen ändert sich nichts. Die Zurich bietet den ehemaligen Firmenkunden der Rhenusana die gleichen Deckungen und Prämien an wie ihre Vorgängerin. «Es war uns wichtig, langjährige Kunden nicht einfach wie eine heisse Kartoffel fallen zu lassen, sondern für sie eine gute Lösung zu finden», sagt Guido Mitterer, Geschäftsführer der Rheintaler Krankenversicherung mit Sitz in Balgach. Es habe mehrere Interessenten für die Firmenkunden gegeben, doch die Zurich habe die Anforderungen am Besten erfüllt. So seien von den betroffenen Firmen auch keine Rückmeldungen gekommen, weder positive noch negative.

Firmenkunden-Geschäft war ein «Klotz am Bein»

Die Gründe, weshalb die Rhenusana die Firmenkunden abtritt, sind betriebswirtschaftlicher Natur. Das heisst: Das Geschäft ist nicht lukrativ, es entwickelt sich nicht und es ist auch keine Entwicklung in Sicht. Es war ein «Klotz am Bein», sagt Guido Mitterer. In den letzten Jahren hat die Rhenusana mit Firmenkunden mehr verloren als eingenommen. Für eine kleine Krankenkasse sei dies nicht interessant, sagt Guido Mitterer. Die Zurich, die breit aufgestellt ist und nicht nur Krankenversicherungen anbietet, könne das wohl besser abfedern und den zu erwartenden Verlust allenfalls durch Zusatzleistungen aus anderen Bereichen kompensieren. Die neue Ausrichtung ist nicht aus finanziellen Gründen zustande gekommen.

Die Rhenusana blickt auf zwei starke Jahre zurück, und das Firmenkunden-Geschäft macht bei ihr nur etwa zwölf Prozent des Prämienertrags aus. «Wir haben aus einer Position der Stärke entschieden», sagt Guido Mitterer. Die Finanzlage der Rhenusana sei ausgezeichnet, was die BAG-Solvenzquote von 158 Prozent bestätige, steht in der Presseinformation. Die Solvenzquote prüft, ob die Versicherer genug Reserven haben. Die Rhenusana hat sie.

Die Mitarbeiter können bei der Rhenusana bleiben

Drei Personen waren bei der Rhenusana für die Firmenkunden zuständig. Für sie sind intern neue Lösungen gefunden worden. «Es gibt keine Entlassungen», sagt Guido Mitterer. Die Angestellten werden in anderen Bereichen eingesetzt, wo es zuletzt zwei Abgänge gegeben hat.

Wie für die Firmenkunden ändert sich auch für die bestehenden Privatkunden der Rhenusana nichts: «Die neue Ausrichtung hat auf dieses Geschäft keinen Einfluss», sagt Guido Mitterer.

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