BALGACH: Ideen der Bevölkerung für das «Verahus» der Zukunft

Der Gemeinderat, der Beirat und die Leitung des Senioren- und Spitexzentrums Verahus luden die Bevölkerung kürzlich zu einem Workshop ein. Thema war das «Verahus» der Zukunft.

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In den verschiedenen Gruppen wurde rege diskutiert. (Bild: gk)

In den verschiedenen Gruppen wurde rege diskutiert. (Bild: gk)

Die Bevölkerung in den Gemeinden spiegelt den demografischen und sozialen Wandel in der Schweiz: Der Anteil älterer Menschen nimmt stetig zu und die «Emanzipation des Kunden» schreitet weiter voran. Dies äussert sich vor allem in einer gestiegenen Kundensouveränität und gehobenen Anspruchshaltung. Diese Entwicklungen stellen die kommunalen Verantwortlichen vor grosse Herausforderungen, besonders, was die Entwicklung neuer Wohn- und Versorgungsformen betrifft.

Postagentur im Seniorenzentrum?

Eine beachtliche Anzahl von gut fünfzig Interessierten fand sich am Samstagmorgen in der Cafeteria des Hauses Verahus ein. Nach einigen einleitenden Gedanken von Gemeindepräsidentin Silvia Troxler zu Ausgangs­-lage und Komplexität des Themas übernahm der Leiter des Senioren- und Spitexzentrums Verahus, Manuel Allemann, das Wort und gab einen kurzen Überblick über Programm und Organisation des Workshops. In drei Tischrunden, deren Zusammensetzung immer wieder änderte, diskutierten die Teilnehmenden verschiedene vom Moderator vorgegebene Fragestellungen. So entstand in kurzer Zeit ein vielseitiges, aussagekräftiges Bild über die Stärken und Schwächen des aktuellen Zentrums, über die Wünsche und Träume für zukünftige Projekte und über die Priorität der verschiedenen Ideen. In einer Schlussrunde fassten Silvia Troxler und Manuel Allemann die Ergebnisse kurz zusammen und gaben Auskunft zu verschiedensten Fragen der Teilnehmenden. Auch hier wurde noch einmal eindrücklich bewusst, wie komplex das ganze Thema rund um ein zukünftiges Projekt ist. Ideen und Vorschläge wurden sehr kontrovers diskutiert. Während die einen unbedingt am alten Standort festhalten wollen, sprachen sich andere klar für einen Neuanfang aus. Wo einige das Verahus zukünftig als reines Pflegeheim mit ergänzenden, vorgelagerten Angeboten sehen, denken andere an ein Seniorenzentrum, das sogar verschiedenste Angebote für alle Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde anbieten könnte. Sogar die Postagentur, die Balg­ach momentan nicht anbieten kann, könnte künftig in einem Seniorenzentrum betrieben werden, wie eine Teilnehmende des Workshops fand.

Inputs einholen, dann Konzept erarbeiten

Zum Schluss des ergebnisreichen und kreativen Workshops gab die Gemeindepräsidentin einen Ausblick über die nächsten Schritte im Projekt «Zukunft Verahus». Aktuell besichtigen die Mitglieder des Beirates verschiedene Ins­titutionen, um Inputs zur konzeptionellen Ausrichtung von Alterszentren, aber auch zu Angeboten und Infrastruktur zu gewinnen. Die Erkenntnisse werden ausgewertet und in Beziehung zu den Bedürfnissen von Balgach gesetzt. Während einer für die Bevölkerung eher ruhigeren Phase müssen sich Beirat und Gemeinderat in den nächsten Monaten intensiv mit der Frage der künftigen strategischen Ausrichtung, der baulichen Infrastruktur und des Dienstleistungsangebotes auseinandersetzen und ein entsprechendes Konzept erarbeiten. Das Projekt soll nun zügig vorangetrieben werden.

Bei einem Apéro auf der sonnigen Terrasse der Verahus-Cafeteria wurde manche Idee nochmals diskutiert. (gk)

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