BALGACH: Erste Einsprachen auf weitem Leica-Weg

Auf dem Leica-Areal soll in den nächsten Jahrzehnten viel gebaut und erneuert werden. Gegen den Teilzonenplan und das Rodungsgesuch gingen zwei Einsprachen ein.

Gert Bruderer
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Im östlichen Teil des Leica-Areals besteht viel freie Fläche. Auch wo jetzt die Bäume stehen, soll Neues entstehen. Eine Ersatzaufforstung ist ­geplant. (Bild: Gert Bruderer)

Im östlichen Teil des Leica-Areals besteht viel freie Fläche. Auch wo jetzt die Bäume stehen, soll Neues entstehen. Eine Ersatzaufforstung ist ­geplant. (Bild: Gert Bruderer)

Leica Geosystems bekennt sich zum Standort und hat vor, das Areal besser zu nutzen. Weil die Gebäude alle älter sind und ihre Erneuerung sich aufdrängt, aber auch, weil Leica Geosystems räumlich an seine Grenze stösst, wird weitsichtig geplant und nach innen verdichtet.

Nach Vollendung des Generationenprojekts wird das Areal ganz neu gestaltet sein. Heute «vergeudeten» Platz (Parkfelder zum Beispiel) möchte Leica ebenfalls bestmöglich nutzen.

Zwei neue Hochhäuser als Ankerbauten sollen am südwestlichen und am östlichen Ende des Areals entstehen, andere Gebäude werden erneuert, so dass für die Herstellung modernster Hightech nur noch zeitgemässe Häuser zur Verfügung stehen. Zudem soll genug Platz vorhanden sein, um allenfalls weitere Hightech-Firmen anzusiedeln.

Bis zum 20. September lagen der Teilzonenplan und ein Rodungsgesuch öffentlich auf. Auf einer Fläche von knapp 4000 Quadratmetern stehen der Neugestaltung des Areals Bäume im Weg. Dass sie nicht als Wald im Sinn der Gesetzgebung gelten, hat das Kantonsforstamt schon vor einiger Zeit festgestellt. Eine Ersatzaufforstung auf rund 5000 Quadratmetern ist vorgesehen. Während des Auflageverfahrens konnten etwa folgende Aspekte eine Einsprache begründen: Raumplanung, Natur- und Heimatschutz, Standortgebundenheit oder überwiegende Gründe für das Interesse an der Wald­erhaltung. Die zwei bei der Gemeinde eingegangenen Einsprachen werden nun im üblichen Rahmen behandelt.

Ein nächster vorbereitender Schritt auf dem Weg zur Neugestaltung des Leica-Areals wird die Auflage eines Sondernutzungsplanes sein. Dieser ist in den letzten Jahren erarbeitet worden. Ende August hiess es, er werde voraussichtlich noch in diesem Jahr erlassen.

 

Gert Bruderer