BALGACH: «Ein Schimmer von Ewigkeit» im Schloss Grünenstein

Am Sonntag eröffnete der Kulturverein Froschkönig im Schloss Grünenstein eine Ausstellung von Bildern des Altstätter Künstlers Werner Ludwig Kirchgraber. Zur stimmungsvollen Vernissage kamen viele Interessierte.

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Die Vernissage war sehr gut besucht: «Ich hätte nicht mit so vielen Leuten gerechnet», sagte Luzia Bänziger, Präsidentin des Vereins Froschkönig, der die Ausstellung organisiert. (Bild: Remo Zollinger)

Die Vernissage war sehr gut besucht: «Ich hätte nicht mit so vielen Leuten gerechnet», sagte Luzia Bänziger, Präsidentin des Vereins Froschkönig, der die Ausstellung organisiert. (Bild: Remo Zollinger)

Kurz, aber bewegend war die Ansprache von Jost Kirchgraber, dem Bruder des 2002 verstorbenen Künstlers. Er erzählte an der Vernissage von Werners Leben und dessen Werk, dem ein «Schimmer von Ewigkeit» anhafte. Diesen Ewigkeitsglanz auf den Betrachter zu übertragen, sei seinem Bruder gelungen. Die Leidenschaft Werner Ludwig Kirchgrabers habe immer der Kunst gegolten, er habe sich darin vertieft, darin gelebt. «Meinen Bruder erlebte ich nicht anders als so», sagte Jost Kirchgraber.

Die Früchte dieser Leidenschaft sind nun für eine Woche im Schloss Grünenstein ausgestellt. Die Ausstellung ist bis nächsten Sonntag jeden Tag von 15 bis 20 Uhr geöffnet, am Sonntag findet um 17 Uhr die Finissage statt. Die meisten der 50 Werke sind bisher unbekannt. Gezeigt werden sie in verschiedenen Räumen des Schlosses: Im Entrée, im Oktagon sowie im obersten Raum im Biedermeier-Stil, von dem aus der Betrachter zudem einen herrlichen Blick über das Rheintal geniesst. In diesen Raum lud der Kulturverein Froschkönig zur Vernissage. Ob der hohen Besucherzahl wurde seine Kapazitätsgrenze erreicht, einige machten es sich auf der Terrasse gemütlich.

Wer im Raum stand, kam in den Genuss eines stimmungs­vollen Vorabends, der mit der Musik von Olaf Kirchgraber, Sohn des Künstlers Werner, bereichert wurde. Eines einer Lieder trägt den Titel «Ein Schluck Wasser»: Das sei, sagte Olaf Kirchgraber, zwar nicht allzu viel, stehe aber doch für seinen Vater, der ein sehr genügsamer Mensch gewesen sei.

Neben der Ausstellung der Bilder Kirchgrabers gibt es in der nächsten Woche einen Tonskulpturen-Workshop mit Maria Isabel Ballester. Sie reiste aus Palma de Mallorca an und stellt ebenfalls einige Werke aus. «Meine Kunst und die von Werner Ludwig Kirchgraber mögen anders sein, aber irgendwo gibt es immer ­Berührungspunkte», sagte die Spanierin. Beispielsweise im Oktagon, wo eine ihrer Skulpturen, ein kleiner Kopf aus Ton, direkt neben einem Kirchgraber-Porträt steht.

Remo Zollinger

Mehr Bilder unter rheintaler.ch/bilderstrecken.