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BALGACH: Ein Flyer zeigt die Vielfalt in der «Höchstern»

Der Verein Balger Natur und die Gemeinde haben gemeinsam einen informativen Flyer über das Naturschutzgebiet Höchstern herausgegeben.
Der reich bebilderte Flyer über das Naturschutzgebiet Höchstern stösst auf Interesse. (Bild: pd)

Der reich bebilderte Flyer über das Naturschutzgebiet Höchstern stösst auf Interesse. (Bild: pd)

«Willkommen im Naturschutzgebiet Höchstern», heisst es auf dem grossformatigen Flyer, den der Verein Balger Natur an der letzten Koordinationssitzung den Bewirtschaftern und Gemeindevertretern abgegeben hat. «Der Flyer ist Biologieunterricht vor Ort», unterstrich Gemeindepräsidentin Silvia Troxler. Er stelle das Flachmoor und Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung der Öffentlichkeit im Detail vor.

Eingewanderter Biber hilft beim Roden

Thomas Oesch und Michael Fuchs haben den Flyer verfasst, der derzeit im Gemeindehaus und im «Bronco Saloon» aufliegt. Die Bilder stammen von regionalen Fotografen. Kanton und Gemeinde haben den Flyer finanziert. Thematisiert werden die unterschiedlichen Lebensräume, die Artenvielfalt, die Pflege und Bewirtschaftung, aber auch die Entstehung des Naturschutzgebiets: angefangen vom Rheintal-Bodensee, der sich nach der letzten Eiszeit um 12 000 v. Chr. bildete, über die Lehmgrube, die ab 1870 von der Ziegelei Schmidheiny ausgehoben wurde, bis hin zur Schutzverordnung 1979, die der Schuttablagerung Einhalt bot. Heute ist das Areal ein Naturparadies mit seltenen Amphibien, Insekten und Brutvogelarten. Sogar ein Biber hat sich im Naturschutzgebiet niedergelassen. «Genau dort, wo wir holzen wollten, hat er mit dem Baumfällen angefangen», freute sich Thomas Oesch. Zwei abgenagte Weiden liegen bereits am Boden. Der Gründer des Planungsbüros OePlan betreut das Balgacher Naturschutzgebiet seit 20 Jahren im Mandatsverhältnis. Er hat auch ein neues Waldrandkonzept erarbeitet und neue Verträge mit den Bewirtschaftern ausgehandelt, damit ihre Arbeit unter dem revidierten Gesetz über die Abgeltung ökologischer Leistungen (GAöL) weiterhin entschädigt wird. Oesch informierte über die getroffenen Pflegemassnahmen und die neuen Infotafeln. Um die ökologische Vielfalt zu erhalten, sind auch im nächsten Jahr Eingriffe geplant: Einige Fichten und eingewanderte Gartenpflanzen sind zu entfernen, ins dichte Brombeergestrüpp sind Lücken zu schlagen und widerstandsfähige Sträucher zu setzen. 2017 sollen die Weiher nachgebaggert werden.

Die «Höchstern» ist aus Balgach und Heerbrugg mit Fusswegen erschlossen. Trampelpfade zwischen dem Pumpwerk Ländernach und dem Naturschutzgebiet weisen darauf hin, dass es auch von Widnau her häufig aufgesucht wird. Zum Ärger von Landwirt Bruno Sonderegger, dem die Spaziergänger mitten durch die Wiese laufen. Geraten weggeworfene Aludosen in den Mähkreislauf, können sie dem Vieh zum Verhängnis werden. Der Zugang von Osten scheine aber ein Bedürfnis zu sein, gab Thomas Oesch zu bedenken. Auf dem Flyer ist der inoffizielle Pfad mit einer gestrichelten Linie eingezeichnet. «Könnte man anderswo einen Fussweg erstellen? Vielleicht zwischen zwei Parzellen, damit die Leute die Wiese nicht mehr betreten?» Der Verein Balger Natur sucht nach Lösungen. Denn: «Die Leute brauchen Erholung, Ruhe und Ausgleich zum hektischen Alltag», argumentierte Oesch. (pd)

www.balger-natur.ch

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