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BALGACH: Die Ortsgemeinde und ihr Grün

Noch gibt es im Industriegebiet eine freie Grünfläche, sie verschwindet aber bald. Ganz im Gegensatz zum vielen Grün zwischen den Schrebergartenzeilen. Daneben wird’s bald sogar noch grüner.
Remo Zollinger
Die zurzeit unbestellte Grünfläche zwischen den Schrebergartenzeilen ist gut sichtbar. Die Ortsgemeinde Balgach wollte sie mit einer neuen Stichstrasse erschliessen. Die Baumzeile hinten rechts kriegt Zuwachs, wenn beim Kugelfang aufgeforstet wird. (Bild: Remo Zollinger)

Die zurzeit unbestellte Grünfläche zwischen den Schrebergartenzeilen ist gut sichtbar. Die Ortsgemeinde Balgach wollte sie mit einer neuen Stichstrasse erschliessen. Die Baumzeile hinten rechts kriegt Zuwachs, wenn beim Kugelfang aufgeforstet wird. (Bild: Remo Zollinger)

Remo Zollinger

Das Balgacher Industriegebiet ist für Firmen ein beliebter Standort. Die Bahnlinie trennt diesen vom Wohngebiet, die Autobahn und die Grenze sind nicht weit weg. Da erstaunt es kaum, dass nur noch eine Parzelle frei ist – ja es erstaunt eher, dass überhaupt noch eine Parzelle frei ist. Es ist die Nummer 2632, zwischen den Firmen WMB und Novaron. Hier gibt es noch ein grosses Stück sattes Grün.

Doch auch das könnte bald der Vergangenheit angehören. Der Ausblick ins 2018, abgedruckt im Jahresbericht der Ortsgemeinde Balgach, zeigt: Sie plant, die letzte freie Parzelle an der Wegenstrasse im Baurecht abzugeben. Eigentlich ist alles angerichtet. Die Ortsgemeinde möchte den Boden abtreten, einen konkreten Interessenten gibt es auch. Wer Balgachs Industriegebiet bald um das letzte Grün «beraubt», ist aber noch nicht öffentlich: Das geben die Partner erst bekannt, wenn sie die Verträge abgeschlossen haben.

Baum für Baum wird wieder aufgeforstet

Etwas weiter der Schützenstrasse entlang in Richtung Rebstein liegt der alte Schiessstand. Eine Schusslänge von ihm entfernt steht ein Erdwall, der früher als Kugelfang gedient hat. Noch warten die Bäume auf grüne Blätter. Bis es so weit ist, muss das Wetter noch ein wenig nachhelfen. Doch auch der Mensch hilft nach.

Weil auf dem Leica-Areal für einen Neubau Wald gerodet wird, muss gemäss Bestimmungen an einem anderen Ort um die gleiche Fläche aufgeforstet werden. Die Ortsgemeinde hat das Areal um den Erdwall der politischen Gemeinde für diese Aufforstung zur Verfügung gestellt. Rund 4000 Quadratmeter Wald entstehen. Wie das neue Waldgebiet aussehen wird und ob der Boden auch so stark mit Blei belastet ist wie beim Kugelfang in Kriessern, ist nicht bekannt.

Sicher ist aber, dass das Areal schon bald anders aussehen wird. Noch grüner.

Über zu wenig Grün beklagt sich die Ortsgemeinde ohnehin nicht. Eher über zu viel davon. Noch weiter der Schützenstrasse entlang, teils auf Rebsteiner Boden, liegen die Schrebergärten der Ortsgemeinde Balgach. Wie Tannennadeln säumen Hütten und Gärten die drei Strässchen, die der Bewirtschaftung dienen. Dazwischen gibt es eine satte Fläche Grün, die brach liegt, weil sie für die Kleinpflanzer zu gross ist.

Die Ortsgemeinde hätte das gern geändert. Um mehr Schrebergärten anzusiedeln, hätte es aber ein neues Stichsträsschen gebraucht – was nicht bewilligt wurde, weil das Areal in der Landwirtschaftszone liegt.

Keine neue Strasse, dafür zu viele Bauaktivitäten

Keine Baubewilligung hatten auch mehrere Hüttenbesitzer – sie bauten aber trotzdem. Bei 16 von 66 Hütten stellte die Ortsgemeinde im letzten Jahr unerlaubte Bauaktivitäten fest. Hier wurde versucht, die Fläche listig zu vergrössern, dort gab es plötzlich einen Ofen in der Holzhütte.

Um der kleinen Schreber­garten-Anarchie einen Riegel zu schieben, kontrolliert die Ortsgemeinde in Zukunft jedes Jahr. Immerhin: 2017 haben alle Hüttenbesitzer, die eine Beanstandung bekamen, fristgerecht darauf reagiert und zurückgebaut.

Die Bürgerversammlung der Ortsgemeinde Balgach findet am Freitag, 23. März, 19 Uhr, in der Mehrzweckhalle Riet statt.

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