BALGACH: Chor mit Schülerensemble ergänzt

Der Männerchor Liederkranz Balgach verstand es am Samstagabend, das Publikum zu begeistern. Der Versuch, Kinder der Mittelstufe mit einzubeziehen, ist geglückt.

Drucken
Teilen
Der Männerchor erhielt Verstärkung durch das Schülerensemble der Balgacher Mittelstufe. (Bild: René Jann)

Der Männerchor erhielt Verstärkung durch das Schülerensemble der Balgacher Mittelstufe. (Bild: René Jann)

Dirigent Martin Lechner hatte vor einiger Zeit in der Mittelstufe der Balgacher Primarschule angeklopft und nach sangesfreudigen Kindern gesucht, die schliesslich beim Konzert vom vergangenen Samstag mitgewirkt haben. Bereits im ersten Lied «Lasst uns heut’ zusammen singen» kamen sie zum Einsatz. Jung und Alt machte der Auftritt auf der Bühne, aber auch dem Publikum im Saal, sichtlich Spass. Die neun Jugendlichen in ihren goldgelben Shirts brachten nicht nur farblich, sondern auch gesanglich einige wohltuende Farbtupfer ins Bild und in den Klang der Chorgemeinschaft.

Danach gefiel der Männerchor mit Reinhard Meys Erfolgssong «Über den Wolken». Gerade in Peter Maffays Lied «Ich wollte nie erwachsen sein» wusste Martin Lechner die Schüler gut in den Chorklang der Männerstimmen einzufügen. Letztere nahmen das von den Jugendlichen angesungene Thema gefällig auf und brachten dieses im Fortissimo zur vollen Geltung. «Die kleine Kneipe» kam gleich schunkelnd zur Aufführung. Aufgefallen war dabei der ausgewogene Chorklang und die spürbare Begeisterung.

Viel beachteter Beitrag

Zu einer Romanze ohne Worte lud Andy Nüesch, der als gewiefter Moderator durchs Programm führte, beim Vortrag von Nadine und Dario Canal ein. Dabei überraschte die Panflöten-Solistin, am Piano einfühlend begleitet von ihrem Ehemann, mit einer gefälligen Ballade. Virtuos gaben sich die beiden dann im zweiten Beitrag, geprägt vom melancholischen Satz, der dann im feurigen Schlussteil zum Höhepunkt fand, begleitet vom grossen Applaus des Publikums und spontanen Bravo-Rufen.

Frisch gestärkt traten der Männerchor und das Schülerensemble noch einmal ins Rampenlicht, um mit «Schön ist es auf der Welt zu sein» an die Zeit von Roy Black und Anita zu erinnern, wobei den Kinderstimmen passend der Part von Anita zukam. Spontan wurde auch diese Darbietung vom Publikum beklatscht. Gefallen hatte danach «Siyahamba», ein Song aus Südafrika, der 1978 von einem schwedischen Chor in die Welt hinausgetragen wurde und nun ebenso eindrucksvoll vom Männerchor Liederkranz zu Gehör gebracht wurde. «Sind wir nicht alle Sonntagskinder» fand spontan Applaus im Publikum. Das bestätigende abschliessende «Ja» aus der Reihe des Schülerensembles schoss diszipliniert wie die sprichwörtliche Kugel aus dem Rohr.

Zum Abschluss des Konzerts hiess es dann wohl als Bestätigung «So ein Tag, so wunderschön wie heute». In der Zugabe mit «Habt Dank ihr Freunde» kamen nochmals die Kinderstimmen zum Tragen, die auch da gefällig in den gesamten Chorkörper hineinflossen. Nach den Dankesworten von Präsident Hubert Schenker brachte auch Dirigent Martin Lechner seinerseits den Dank ans Publikum sowie an Dario Canal als Pianist und an Vizedirigent Dölf Schelling für die Probenarbeit zum Ausdruck. Bemerkenswert war zudem, dass die Kinder alle Lieder ohne Notenblatt oder Spickzettel bewältigt hatten.

Theater führte den Abend fort

Turbulente Szenen auf dem Bauernhof gab es im Schwank «Älpler – Händy – Roone» mit Bauer Ernst Blaser (Andy Nüesch), Knecht Sepp (Bruno Zünd), Magd Lisa (Ruth Lechner) sowie dem vermeintlichen Grundstückkäufer Löffler (Livio Crameri), seiner Sekretärin (Tina Baumgartner), aber auch Löfflers betrogener Ehefrau Nina (Dora Schenker) und der als Gast aufkreuzenden Frau Burger als ehemalige Schulfreundin des Bauern (Martha Nüesch). So wurde nichts aus dem Bau eines geplanten Handymasten. Dem Liebespaar Löffler verging wohl die Lust, nachdem ihnen die Magd das Essen mit Rizinusöl gewürzt hatte, und zu guter Letzt fand der Bauer zu seiner Jugendliebe zurück. So blieb auf dem Hof letztlich alles beim Alten.

Der musikalische Ausklang bei gemütlichem Beisammensein kam dem Trio Natur zu.

René Jann

Aktuelle Nachrichten