«Nach reif­licher Überlegung» packt das Widnauer Pfarrehepaar wieder ein – früher als geplant

Silke und Urs Dohrmann haben angekündigt, dass sie im April nächsten Jahres in Pension gehen. Sie hatten im Februar 2013 aus dem Bündnerland nach Widnau übersiedelt.

Monika von der Linden
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Urs und Silke Dohrmann richteten im Februar 2013 ihr Büro im Widnauer Pfarrhaus ein.

Urs und Silke Dohrmann richteten im Februar 2013 ihr Büro im Widnauer Pfarrhaus ein.

Bild: Monika von der Linden

Im Februar 2013 übersiedelte das Pfarrehepaar Silke und Urs Dohrmann aus dem Bündnerland nach Widnau. Es bezog das evangelische Pfarramt und betreute innerhalb der Kirchgemeinde Widnau und Kriessern.

Nun bereiten sich beide auf ihre Pension vor. Diese treten sie auf den nächsten April an. Ursprünglich wollten beide bis Feb­ruar 2022 im Amt bleiben. Seinen unerwartet frühen Rücktritt teilt das Pfarrehepaar in der Novemberausgabe des «Kirchenboten» mit. «Nach reif­licher Überlegung», schreibt die Kirchenvorsteherschaft (Kivo) der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Die­poldsau-Widnau-Kriessern.

«Die Nachricht erreichte uns vor zwei Wochen überraschend», sagt Präsident Thomas Widmer. Die Pfarrwahlkommission wolle dennoch nicht in aller Hast einen neuen Pfarrer oder eine neue Pfarrerin suchen. «Uns liegen bereits einige interessante Bewerbungen vor.» Die Kandidaten haben sich auf Februar 2022 eingestellt. «Wir wollen niemanden verschaukeln oder verunsichern», sagt Thomas Widmer.

Folglich arbeitet die Pfarrwahlkommission im gleichen Tempo wie bisher und verändert die Stellenausschreibung nicht. «Wir haben Geduld zuzuwarten, bis wir den richtigen Kan­didaten finden», sagt der Präsident. Hat die Kommission ihn oder sie vorzeitig gefunden, wird sie alle Bewerber vorgängig informieren. Erst dann wird das Pfarramt von Widnau und Kriessern neu besetzt.