Bahnstrecke sieben Wochen gesperrt

ST.MARGRETHEN. Die eingleisige ÖBB-Strecke zwischen St.Margrethen und Lauterach in Vorarlberg muss von heute Samstag, 2. Februar, bis 22. März gesperrt werden. Die ÖBB planen umfangreiche Ersatzmassnahmen. Zugreisende müssen aber mit längeren Reisezeiten rechnen.

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Die ersten Arbeiten mit dem Beginn der Sperre sind der Rückbau der etwa zwei Kilometer langen bestehenden Bahnstrecke zwischen St. Margrethen und Lustenau. (Bild: Gernot Grabher)

Die ersten Arbeiten mit dem Beginn der Sperre sind der Rückbau der etwa zwei Kilometer langen bestehenden Bahnstrecke zwischen St. Margrethen und Lustenau. (Bild: Gernot Grabher)

Heute startet die intensive Bauphase bei der Modernisierung der ÖBB-Bahnstrecke zwischen St. Margrethen und Lauterach in Vorarlberg. In den nächsten sieben Wochen (bis zum 22. März) werden insgesamt acht neue Brücken und der angepasste neue Streckenverlauf in das ÖBB-Netz eingebunden. Für Anrainer und Bahnkunden gibt es nach Fertigstellung des Gesamtprojektes viele Verbesserungen. So wird der Hochwasserschutz durch die um zwei Meter höhere Lage der Rheinbrücke deutlich verbessert. Ein durchgängiges Gleis-Schotterbett auf den Brücken sowie Lärmschutzelemente reduzieren den Bahnlärm, und die Verkehrsstationen entlang der Strecke werden in einem weiteren Schritt in den kommenden Jahren kundenfreundlich adaptiert. Zudem sind schnellere Zugfahrten zwischen Vorarlberg und der Schweiz garantiert.

Rückbau der Bahnstrecke

Die ersten Arbeiten mit dem Beginn der Sperre sind der Rückbau der etwa zwei Kilometer langen bestehenden Bahnstrecke zwischen St. Margrethen und Lustenau. Hier erfolgt der Abbau von Schienen, Schwellen, Oberleitung sowie der alten nicht mehr benötigten Brücken (u. a. über die Schweizer Autobahn, den Binnenkanal usw.).

Als weiteren Schritt müssen für den neuen Streckenverlauf weitere Dammschüttungen umgesetzt werden, um die neuen Brücken auf das um zwei Meter höhere Niveau zu bringen. Gestartet werden zudem die Vorbereitungsarbeiten für den seitlichen Einschub der neuen Eisenbahnbrücke über die Schweizer Autobahn ab Mitte Februar.

Schienenersatz

Für die Kunden des Fern- und Nahverkehrs wird ab heute Samstag, 2. Februar, bis 22. März ein Schienenersatzverkehr mit Bussen angeboten. Es ist mit einer Verlängerung der Fahrzeiten zu rechnen. Alle Informationen und die Ersatzfahrpläne sind unter www.vorarlberg.oebb.at abrufbar. Auskünfte können auch im ÖBB-Kundenservice unter 05-1717 eingeholt werden.

Die acht täglichen EC-Züge der Linie München–Zürich werden während der Sperre nur im Abschnitt München–Bregenz geführt, auf dem Schweizer Streckenabschnitt werden diese Züge nicht geführt. Für die Weiterreise zwischen Bregenz und St. Gallen wird ein Schienenersatzverkehr mit modernen Reisebussen eingerichtet. Die Wege zwischen Zug und Bus werden kurz gehalten. In Bregenz wird deshalb zum Grossteil der Bahnsteig 1 angefahren.

Zwischen St. Gallen und Zürich stehen die planmässig im Halbstundentakt verkehrenden Fernverkehrszüge der SBB zur Verfügung. Die Kunden werden ersucht, für Bahnreisen in diesem Abschnitt eine zusätzliche Reisezeit von etwa 30 Minuten einzuplanen. Ab Zürich müssen die Kunden dadurch früher abfahren, um die EC-Züge ab Bregenz planmässig zu erreichen. An den Bahnhöfen werden Kundenlenker zur Information und Unterstützung der Bahnreisenden eingesetzt.

Alle S-Bahn- und REX-Züge werden im Gesamtabschnitt Bregenz–St. Margrethen–Bregenz im Schienenersatzverkehr geführt. Für den Zeitraum der Streckensperre wurde ein eigener Baustellenfahrplan für die Ersatzbusse erstellt. Die genauen Abfahrtsorte und -zeiten sind im Internet unter www.vorarlberg.oebb.at abrufbar. An den Fahrkartenschaltern liegen zudem ausgedruckte Handzettel mit Informationen und Abfahrtszeiten auf. Durch die um bis zu zehn Minuten längere Busfahrzeiten, können die Anschlüsse nicht gewährleistet werden. Die Kunden werden bereits im Vorfeld der Sperre gebeten, bei zwingenden Anschlüssen unbedingt mit dem früheren Bus anzureisen. Nahverkehrszüge, die laut Fahrplan von Bregenz Hafen ausgehen würden und in Richtung St. Margrethen geplant sind, werden nur bis und ab Bregenz Bahnhof geführt. Als Ersatz stehen andere, zeitnah gelegene Züge zur Verfügung.

Zusätzlicher Kundenservice

In der Frühverkehrsspitze wird für die Kunden aus Lustenau, Gaissau und Höchst, die normalerweise von den Landbussen am Bahnhof in Lustenau in die Züge umsteigen, eine effiziente Reisemöglichkeit geschaffen. So werden an Werktagen (ausgenommen Samstag) direkte Schnellverbindungen, teilweise mit Doppelstockbus, in Richtung Bregenz zum Einsatz kommen.

Die Schnellbusse fahren in Bregenz jeweils vom Bussteig 1, nördliche Seite, in St. Margrethen direkt vom Bahnhofvorplatz ab. (pd)