Bahnschranken kommen später

ALTSTÄTTEN. Bis Ende Woche werden auf der Bahnstrecke Altstätten–Gais insgesamt sieben Bahnübergänge durch Lichtsignalanlagen sicherer gestaltet. Ende Oktober folgen teilweise Schranken. Damit werden die Appenzeller Bahnen ihre Pflicht auf Altstätter Boden erfüllt haben.

Seraina Hess
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Am Bahnübergang auf der Alten Stossstrasse warnen jetzt Ampeln vor der nahenden Bahn. Schranken sollen bald hinzukommen.

Am Bahnübergang auf der Alten Stossstrasse warnen jetzt Ampeln vor der nahenden Bahn. Schranken sollen bald hinzukommen.

Die bislang einzig durch Andreaskreuze gekennzeichneten Bahnübergänge auf der Strecke Altstätten–Gais hätten längst sicher gemacht werden müssen – gemäss Eisenbahnverordnung bis Ende 2014. Im Februar hat der Altstätter Kantonsrat Meinrad Gschwend, der an der Bahnlinie wohnt, der St. Galler Regierung eine Einfache Anfrage eingereicht, um die Sanierung der Bahnübergänge voranzutreiben.

Derzeit werden an sieben betroffenen Übergängen Ampeln aufgestellt. Bis Ende Woche sollen alle in Betrieb sein. Die geplanten Schranken werden aufgrund eines Material-Engpasses des Lieferanten jedoch erst Ende Oktober angebracht.

Schweizweites Problem

«Meinrad Gschwend konnte den Verlauf der geplanten Sanierungsarbeiten leider nicht beschleunigen», sagt Alexander Liniger, Mediensprecher der Appenzeller Bahnen. Er begründet die Verzögerungen im gesamten Bahnnetz mit den Einsprachen der Anwohner, weshalb der Bund die Baubewilligungen erst spät erteilt habe. «Das ist nicht nur ein Problem im Kanton St. Gallen und den beiden Appenzell, sondern in der ganzen Schweiz.» Die Appenzeller Bahnen haben die Gesuche für die Erneuerung der Altstätter Bahnübergänge schon am 2. April 2013 eingereicht. Die Baubewilligungen hat das Unternehmen jedoch erst am 23. Juli dieses Jahres erhalten. Mit den Tiefbauarbeiten wurde daraufhin sofort begonnen. Im Vergleich zu anderen Sanierungsprojekten sei die Wartezeit relativ kurz und die Anzahl Einsprachen klein gewesen, sagt Liniger. Auf der Strecke Altstätten–Gais sollen nun sechs wenig bis kaum genutzte Landwirtschafts-Übergänge aufgehoben werden und sieben gut frequentierte Bahnübergänge sicherer gestaltet werden.

Spezielles Lichtsignal

Der Bahnübergang Strick, 500 Meter vom Bahnhof Altstätten entfernt, wird mit einem Schild und einer sogenannten Verkehrsregelungs-Ampel ausgestattet: Ein Lichtsignal, das durchgehend gelb blinkt und bei nahender Bahn auf rot wechselt. Bereits mit beidseitigen Ampeln versehen wurde der Übergang auf der Alten Stossstrasse. Ende Oktober soll eine Schranke hinzukommen. Bei Kilometer 1,2, beim Wannetobel, sind eine Ampel und eine Schranke geplant. Beim Gitziweg, unweit des Restaurants Alter Zoll, sind Ampeln, jedoch keine Schranken bewilligt worden. Ebenfalls nur ein Lichtsignal soll es beim ersten Übergang im Warmesberg geben. Beim zweiten hingegen sind Ampeln und Schranken vorgesehen.

Schranken auf der Kreuzstrasse

Bei Kilometer 3,1, beim heiklen Übergang auf der Kreuzstrasse, sollen auf beiden Seiten Lichtsignale sowie Schranken erstellt werden; Halbschranken, wegen der breiten Strasse. Damit sind bis Ende Oktober alle Übergänge konform – zumindest auf Altstätter Boden. In Gais stehen ähnliche Sanierungsarbeiten noch bevor.