Bäuerliches Regionalprojekt im Rheintal bleibt das einzige

KANTONSRAT. Der Eichberger SVP-Kantonsrat und Landwirt Walter Freund wünscht sich im Kanton St. Gallen einen Agrotourismus wie im Bündnerland.

Max Tinner
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KANTONSRAT. Der Eichberger SVP-Kantonsrat und Landwirt Walter Freund wünscht sich im Kanton St. Gallen einen Agrotourismus wie im Bündnerland. Den Bauern wäre ein Betriebszweig wie Ferien auf dem Bauernhof ein willkommener Nebenerwerb, hielt er im Februar mit dem Toggenburger SVP-Kantonsrat Mirco Gerig in einer parlamentarischen Anfrage fest. Ausserdem könnte den Leuten so gezeigt werden, wie nachhaltig und tiergerecht die Landwirtschaft gesunde Lebensmittel produziere.

Hilfreich beim Aufbau eines starken Agrotourismus wären nach Ansicht der Interpellanten sogenannte Projekte zur regionalen Entwicklung (PRE) nach schweizerischem Landwirtschaftsgesetz. Bund und Kanton zahlen an solche namhafte Beiträge. Eines ist im Rheintal am Entstehen (Walter Freund ist mit seinem Heiterhof daran beteiligt, ebenso die Steigmatt in Montlingen und der Ribelhof in Lüchingen). Weitere Projekte waren auf dem Flumserberg und im Toggenburg zwar vorgesehen, sind aber nach der Vorprojektphase eingestellt worden. PRE-Projekte seien anspruchsvoll und administrativ aufwendig, schreibt die Regierung. Sie will darum keine weiteren unterstützen und setzt stattdessen auf zinslose rückzahlbare Investitionskredite, auf Agrotourismus-Module in der Aus- und Weiterbildung der Bauern sowie auf Betriebsberatung.

Walter Freund zeigte sich gestern enttäuscht. Dass im St. Gallischen PRE-Projekte nicht zweckmässig sein sollen, sei angesichts des Erfolgs in andern Kantonen nicht nachvollziehbar. Anders als Investitionskredite förderten PRE-Projekte ausserdem die Zusammenarbeit in der Region.