Bähnler sichern Ballonfahrer

Beim Zollamt Wiesenrain vor der Widnauer Brücke installierten die Rheinbähnler zur Sicherheit der Ballonfahrer einen Trennschalter in die Stromleitung.

Gernot Grabher
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Nun fliesst der Strom nicht mehr automatisch auf der gesamten 26 Kilometer langen Strecke. (Bild: Gernot Grabher)

Nun fliesst der Strom nicht mehr automatisch auf der gesamten 26 Kilometer langen Strecke. (Bild: Gernot Grabher)

Widnau. «Man weiss nie, wie der Wind weht», sagen die Idealisten, die im Rahmen des Vereins «Rhein-Schauen» die alte Dienstbahn der Rheinregulierung in Schuss halten. Am Wochenende hatten sie einen Grosseinsatz und installierten bei der Weiche von dem Zollamt Lustenau-Wiesenrain einen Trennschalter, mit dem nun die Stromführung in der Fahrleitung unterbrochen werden kann.

Bisher war entweder die ganze Leitung zwischen dem Bodensee und über Widnau und Kriessern bis zum südlichen Ende der Bahn am Kadelsteinbruch bei Mäder unter Strom – oder die ganze 26 Kilometer lange Leitung war abgeschaltet.

Strecke zweigeteilt

Den Stromschalter haben die Rheinbähnler vor allem zur Sicherheit der Ballonfahrer angebracht, die beim grossen Treffen der Luftschiffer vom 19. Bis 22.

August das Rheinvorland bei Widnau und Lustenau mit ihren bunten und vielgestaltigen Fahrzeugen beleben werden. «Unvorstellbar, wenn einer der Ballone abgetrieben würde und in die stromführende Fahrleitung geriete», sagt einer der beschäftigten Rheinbähnler, die einen fachkundigen Starkstromtechniker beizogen. Mit dem nun installierten Schaltmechanismus kann der Strom auf der Schweizer Seite ab der Brücke Widnau-Lustenau ausgeschaltet werden, während auf der österreichischen Rheinseite bis zum Bodensee der Fahrbetrieb fortgesetzt werden kann.

Weitere Unterhaltsarbeiten

Weiter säuberte der Arbeits- trupp der Rheinbähnler auch die Geleise-Rinnen der Strassenüberführungen, die sich immer wieder mit Schmutz füllen, so dass eine Entgleisung droht.

Wenig Unterstützung

Im Bereich der Weiche auf Lustenauer Seite wurden auch Mäh-Arbeiten durchgeführt, da dort gelegentlich Fahrgäste das Zügle verlassen wollen, besonders um Fotos zu schiessen.

Etwas mehr Unterstützung in der Erhaltung der Museumsbahn würden sich die Mitglieder des Rhein-Schauen-Vereins schon wünschen. «Von den Gemeinden werden wir zwar immer wieder gelobt, aber wenn wir ein paar Franken für die Pflege der alten Dienstbahn wollen, dann bekommen wir meistens nur Ausflüchte zu hören», sagt einer der Idealisten. Wischt sich den Schweiss ab und mäht weiter.