Hochwasserschutz
Bachprojekt in Thal und Rheineck soll Sicherheit erhöhen

Defizite im Hochwasserschutz sollen beseitigt werden. Die Stadt Rheineck und die Gemeinde Thal informieren.

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Ein Hochwasserereignis im Jahr 2002 verursachte in der Gemeinde Thal und der Stadt Rheineck Schäden an Infrastruktur und Gebäuden. Damit künftig keine solchen kostspieligen Schäden mehr entstehen, sollen der Freibach und der Gstaldenbach ausgebaut werden.

Ein Hochwasserereignis im Jahr 2002 verursachte in der Gemeinde Thal und der Stadt Rheineck Schäden an Infrastruktur und Gebäuden. Damit künftig keine solchen kostspieligen Schäden mehr entstehen, sollen der Freibach und der Gstaldenbach ausgebaut werden.

Beim Freibach und beim Gstaldenbach bestehen seit Jahren Hochwasserschutzdefizite. Hinzu kommt, dass die Bauwerke stark sanierungsbedürftig sind. Bei einem statistisch gesehen alle hundert Jahre stattfindenden Hochwasser sind hohe Schäden zu erwarten. Nicht zuletzt wegen fehlender Holzrückhal­tevorrichtungen und Geschie­besammlern. Der durch Spe­zialisten errechnete, jährliche Schadenerwartungswert liegt bei knapp zwei Millionen Franken. Entsprechend dringend ist der Handlungsbedarf, damit die Hochwasserschutzmassnahmen möglichst vor einem neuerli­-chen Ereignis realisiert werden können.

Die Stadt Rheineck und die Gemeinde Thal stellen am Donnerstag, 28. Oktober, um 19.30 Uhr in der Doppelturnhalle in Buechen das Hochwasserschutz­projekt Gstalden- und Freibach vor. Mit dem öffentlichen Informationsanlass startet das Mitwirkungsverfahren, das bis zum 28. November dauert.

Hauptkritikpunkt war die Finanzierung

Der Stadtrat Rheineck und der Gemeinderat Thal haben sich bereits vor 16 Jahren dem Hochwasserschutz-Thema angenommen. Aus verschiedenen Gründen führten die Sanierungsabsichten zu Widerstand in der Bevölkerung und dadurch zu Verzögerungen. Aus der Kritik gewonnene Erkenntnisse und Forderungen wurden im weiteren Prozess berücksichtigt. Beide Räte haben weitere Aufträge an Spezialisten erteilt, die die geforderten Studien zwischenzeitlich erstellt haben. Einer der Hauptkritikpunkte war die Finanzierung der Hochwasserschutzmassnahmen über den Perimeter. Dieser wurde inzwischen abgeschafft und wird nun bei den betreffenden Parzellen auch aus dem Grundbuch gelöscht.

Direkter Austausch ist erwünscht

Am Donnerstag, 28. Oktober, stellen die Stadt Rheineck und die Gemeinde Thal zusammen mit dem Fachplaner das überarbeitete Projekt der Bevölkerung vor. Die geplanten Massnahmen werden anhand von Planskizzen und Visualisierungen aufgezeigt. Stadt- und Gemeinderat sind überzeugt, mit dem frühzeitigen Einbezug der Bevölkerung die idealen Grundlagen für einen direkten Austausch zu schaffen. Aufgrund der Coronasituation gilt bei der Informationsveranstaltung die Zertifikatspflicht.

Sämtliche Unterlagen können jedoch auch online (siehe Hinweis) eingesehen werden. Es besteht zudem die Möglichkeit, in elektronischer Form an der Mitwirkung teilzunehmen. Die Bevölkerung ist eingeladen, allfällige Anpassungsbegehren jetzt anzubringen. So können diese nach Möglichkeit in der Überarbeitung des Projekts noch vor der Auflage berücksichtigt werden. Ziel des Stadt- und Gemeinderates ist es, ein realisierbares Projekt zur Auf­lage zu bringen, das möglichst ohne Verzögerungen durch etwaige Einsprachen umgesetzt werden kann. (pd)

Hinweis Die Projektunterlagen finden sich online unter: sanierungs projekte-gstalden-freibach.ch.

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