Bach zum Reformationstag

Das Bachkollegium Rheintal hat zusammen mit Solisten und dem verstärkten evangelischen Kirchenchor zu einem Konzert zum Reformationssonntag in die evangelische Kirche Rebstein eingeladen.

Rösli Zeller
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Konzert zum Reformationssonntag mit Streichern, Solisten (hier Mezzosopranistin Martina Gmeinder) und dem erweiterten Evangelischen Kirchenchor Rebstein. (Bild: Rösli Zeller)

Konzert zum Reformationssonntag mit Streichern, Solisten (hier Mezzosopranistin Martina Gmeinder) und dem erweiterten Evangelischen Kirchenchor Rebstein. (Bild: Rösli Zeller)

REBSTEIN. Das Konzert zum Reformationssonntag ist beim Bachkollegium fester Bestandteil im Jahresprogramm und hat entsprechend Tradition. Gestaltet wurde es mit namhaften Solisten, mit der Mezzosopranistin Martina Gmeinder und dem Oboisten Philipp Kreyenbühl, unter der bewährten Leitung von René Häfelfinger. Die im Rheintal bekannte Organistin und Klavierlehrerin Anna Danielewicz spielte auf einem neu gebauten Orgelpositiv aus der Werkstatt von Walter Mutzner und begleitete mit ihrem grossen Können das phantastische Konzert.

Der Herrgott allein

Das ansprechende Programm bot Werke aus der Barockzeit. Eröffnet wurde es mit der Sinfonia zum Osteroratorium BWV 249 von Johann Sebastian Bach. Dabei brillierte besonders der Oboist Philipp Kreyenbühl. Organistin Anna Danielewicz unterstrich grossartig das Streicherensemble. Die Kantate «Gott soll allein mein Herze haben» trugen die Gesangssolistin Martina Gmeinder und der verstärkte evangelische Kirchenchor vor. Johann Pachelbels Kanon wurde gespielt von drei Soloviolinen und einem Cello. Dem beschwingten Tanzsatz, den Pachelbel dem Kanon beigefügt hat, eine Gigue, folgte die Arie «Saget mir geschwinde», ebenfalls aus Bachs Osteroratorium.

Im Konzert in g-Moll von Johann Friedrich Fasch kam die Oboe solistisch zum Einsatz, womit Philipp Kreyenbühl noch einmal sein meisterhaftes Können bewies. Er brillierte und gab damit dem Konzert eine ganz besonders festliche, unvergessliche Note.

Entzücktes Publikum

Aber auch Mezzosopranistin Martina Gmeinder entfaltete ihre Stimme zur vollen Blüte in der Arie «Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust» aus der Kantate BWV 170 und der abschliessenden Arie «Saget mir geschwinde». Das entzückte Publikum verlangte nach einer Zugabe, die brillanten Klänge, die phantastische Stimme wollten noch einmal gehört, genossen und für die kommende Zeit aufgenommen werden.

Der lang anhaltende, abschliessende Beifall brachte die grosse Freude, die helle Begeisterung des dankbaren Publikums zum Ausdruck.