Austria im Cup ausgeschieden

Altach sowie der FC Lustenau konnten sich dank Auswärtssiegen für die dritte Runde im österreichischen Cup qualifizieren. Austria Lustenau und Dornbirn verloren in ihren Spielen, die beide dramatische Verläufe aufwiesen.

Remo Zollinger
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Der ÖFB-Cup, bei dem die Austria Lustenau vor gut 15 Monaten immerhin noch im Final stand, bescherte der Kolvidsson-Elf die erste Niederlage der Saison. Beim unterklassigen FC Pasching unterlag die Austria mit 2:3 nach Verlängerung – ein Spiel, das ein richtiger Cup-Krimi war und die erste Überraschung des diesjährigen Wettbewerbs mit sich brachte. Zwei weitere Überraschungen gab es, beide realisiert durch Kärntner Teams: Die Regionalligisten Villach und Austria Klagenfurt besiegten die Bundesligisten Wiener Neustadt (3:1) und Admira Wacker (2:0 n. V.).

Ein richtiger Cup-Krimi

In Pasching begann alles gemächlich, in der Startphase ereigneten sich noch wenige Torszenen, aber der Regionalliga-Leader zeigte dem Erstliga-Leader, dass er ambitioniert ist. Nach 25 Minuten gingen die Linzer Vorstädter durch Casanova in Führung. Fortan blieben sie das bessere Team, die Austria konnte sich nur selten lösen und für Torgefahr sorgen. So gelang dem Favoriten aus Vorarlberg der Ausgleich erst in der 81. Minute, das Tor erzielte Gerald Krajic. Zu diesem Zeitpunkt waren die Lustenauer schon nur noch zu zehnt, Salomon hatte die Rote Karte gesehen. Trotz weiterer Bemühungen blieb es dabei, es ging in die Verlängerung, wo sich die Ereignisse überschlugen. Das erste Ausrufezeichen setzte Lustenau, das nach nur drei Minuten durch Neuzugang Ivan Aguilar in Führung ging. Neun Minuten vor Ablauf der Spielzeit sah dann auch noch Roth die Rote Karte, so dass die Austria den Vorsprung in doppelter Unterzahl verteidigen musste. Was nicht gelang: Casanova und Kablar drehten den Spiess nochmals um, Pasching gewann – nicht unverdient – mit 3:2.

Altach und FCL problemlos

Beim einzigen Vorarlberger Derby in Hard ging Altach als 3:0-Sieger vom Feld. Es war zwar keine Glanzleistung, welche die Scharinger-Elf zeigte, Probleme hatte sie aber auch keine. Ein Eigentor von Grabherr sowie Treffer von Ngwat-Mahop und dem erst 16-jährigen Filipe Dorta führten zu einem unter dem Strich doch souveränen Einzug in die nächste Cuprunde.

Dort steht auch der FC Lustenau, der ebenfalls auswärts gegen einen Regionalligisten mit 3:0 gewann. Beim Tiroler TSV St. Johann gönnte Trainer Canadi diversen Akteuren eine Verschnaufpause, so dass Spieler aus der zweiten Garde zu Einsätzen kamen. Für die Lustenauer Tore waren Novinic, Ali Osman und Aydogdu zuständig.

Dornbirn zeigt tolle Moral

Das grosse Los zog der FC Dornbirn: Mit Austria Wien kam der aktuelle Bundesliga-Leader auf die Birkenwiese. Und die Dornbirner machten den Wienern das Leben ordentlich schwer. Vor 1550 Zuschauern gingen die Gastgeber nach nur drei Minuten durch Schäfer in Führung. Die Gäste drehten dies dann aber innerhalb von zwei Minuten um, eine Doublette von Ex-GC-Stürmer Roland Linz führte zum 2:1 für die Wiener. Dornbirn liess sich davon aber nicht beeindrucken und suchte sein Heil weiterhin in der Offensive – mit Erfolg: In der 68. Minute traf Manuel Honeck zum 2:2. In der Folge spielten beide Mannschaften auf Sieg, mit dem besseren Ende für die Favoriten. Sechs Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit erzielte Ortlechner das entscheidende 3:2.