Austria chancenlos

VORARLBERGER FUSSBALL. Im Cup-Achtelfinal gegen Bundesligist Sturm Graz haben die Lustenauer mit 0:4 (0:1) verloren.

Remo Zollinger
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Es ist über zehn Jahre her, als sich Lustenau und Sturm Graz zum letzten Mal begegneten: In der Saison 2000/01 trafen sie wie gestern im Cup-Achtelfinal aufeinander, Sturm siegte 2:0. Mehr Aufeinandertreffen gab es zwischen 1997 und 2000, als Lustenau in der Bundesliga spielte: Gegen die Schwarzen, damals Liga-Krösus, holte Lustenau in zwölf Spielen bei 8:42 Toren aber nur einen Punkt.

Die gestrige Cuppartie reihte sich in diese unschöne Lustenauer Tradition ein. Der zwar beherzte, aber limitierte Auftritt der Austria reichte nicht, um den Grazer Traditionsverein ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Grazer Pausenführung verdient

Bereits vor dem Seitenwechsel war Sturm die tonangebende Mannschaft. Der Bundesligist geriet nur selten in Gefahr und stand hinten sicher. Die aus Lustenauer Sicht vielversprechendste Szene ereignete sich zwei Minuten vor dem Seitenwechsel, als eine abgefälschte Freistossflanke von Schreter haarscharf am Pfosten vorbeistrich. Auch bei einem Schlenzer von Fall fehlte nur wenig. Ansonsten agierte die Lustenauer Offensive bemüht, aber unglücklich. Sturm Graz hatte indes mehr Offensivaktionen, sehr zwingend agierten aber auch die Gäste nicht. Eine gute Chance hatte Ex-FCSG-Stürmer Beichler, er verzog aber aus der Drehung. Da stand es aber bereits 1:0 für die Grazer, das Tor fiel in der 20. Minute. Offenbachers Freistossflanke von halblinks segelte an Freund und Feind und schliesslich auch an Torhüter Knett vorbei zum 1:0 ins Netz.

57. Minute als Knackpunkt

Nach dem Seitenwechsel bot sich den 5200 Zuschauern ein ähnliches Bild. Zwar gab sich Lustenau weiterhin Mühe, mehr als ein frecher Freistoss von Schreter, den Pliquett gerade noch über die Latte lenkte, schaute nicht heraus. Die 57. Minute entpuppte sich als Knackpunkt: Lustenaus Galvão wurde nach einer Notbremse des Feldes verwiesen, Offenbacher verwertete den fälligen Freistoss zum 2:0. 20 Minuten vor Schluss hatte die Austria zuerst mit Fall und dann nach einer Serie Abprallern nochmals die Chance, ins Spiel zurückzukehren, es gelang aber nicht. Auf der Gegenseite wurde es bitter: Zunächst schloss Hadzic einen Konter mit einem satten Schuss zum 3:0 ab (79.), ehe Florian Kainz in der 87. Minute sogar auf 4:0 erhöhte.