Ausstellung
Fantasievolle Gedanken- und Gefühlswelt: Künstlerin Karin Noser stellt im Stellwerk in Heerbrugg aus

Die Künstlerin Karin Noser präsentiert im Stellwerk Heerbrugg Werke aus ihrem vielseitigen Kunstschaffen.

Max Pflüger
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Karin Noser zeigt Malereien und Skulpturen.

Karin Noser zeigt Malereien und Skulpturen.

Bild: Max Pflüger

Karin Noser ist nicht nur Präsidentin des Stellwerk-Trägervereins, sie ist auch eine vielseitige Künstlerin und hat bereits mehrere Ausstellungen in Heerbrugg selbst gestaltet. Ausser in der originellen Rheintaler Galerie im alten SBB-Stellwerk hat sie an vielen Kunstmessen, Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz, in Deutschland, Österreich, im Fürstentum Liechtenstein und in Spanien teilgenommen.

Realität verdichtet und verfremdet

Als «Ars Linea», Linien-Kunst, bezeichnet sie die von ihr entwickelte Maltechnik. Mit dicken, plastischen Linien sind die oft vier- oder mehrarmigen Strichmännchen, skurrilen Tierchen und vielen Blumen gezeichnet. Sie tanzen, fliegen und wirbeln in je nach Stimmung hell oder dunkel gemalten, trüben oder heiter gefärbten Hintergründen und zaubern so eine fantastische Bilderwelt.

So gestaltet Karin Noser emotionale Werke, erkennbar und doch abstrahiert, reduziert auf das Wesentliche und verfremdet. Die Titel der Werke weisen auf die Gefühle der Künstlerin hin und sind damit eine Interpretationshilfe. Nötig sind sie aber kaum, denn die Bilder sprechen für sich. Im Betrachter klingen eigene Stimmungen an, heitere und besinnliche, fröhliche und leidvolle. Ihre Strichmännchen lässt Karin Noser aber auch Figur werden, indem sie diese in verschiedenen Materialien als Skulpturen Realität werden lässt. Auch davon stellt sie einige Beispiele im Stellwerk aus.

Die Pandemie verarbeitet

Im Zeichen der jüngsten Vergangenheit hat sich die vielseitige Künstlerin aber auch mit der gegenwärtigen Situation beschäftigt. Ihre Gefühle und Ängste verarbeitete sie in völlig unerwarteten Motiven, welche die Besucher der Ausstellung überraschen werden.

Die Vernissage findet morgen Freitag, 26. November, um 19 Uhr statt. Die Ausstellung ist am Samstag und Sonntag, 27. und 28. November, am 4. und 5. Dezember, jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet, am Freitag, 3. Dezember, von 18 bis 20 Uhr.

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