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AUSSERRHODEN: Wehret dem fremden Kraut

Das Problem eingeschleppter Pflanzen hat sich in Ausserrhoden dank konsequenter Bekämpfung etwas entschärft. Es gilt aber weiterhin, wachsam zu bleiben. Immer wieder tauchen Arten auf, die verschiedenste Schäden anrichten können.
Karin Erni
Standorte von gebietsfremden Pflanzen werden im Neophyten-Portal eingetragen und von Fachleuten regelmässig kontrolliert. (Bilder: pd)

Standorte von gebietsfremden Pflanzen werden im Neophyten-Portal eingetragen und von Fachleuten regelmässig kontrolliert. (Bilder: pd)

AUSSERRHODEN. Invasive Neophyten sind Pflanzenarten, die in die Schweiz eingeschleppt wurden und sich hier stark ausbreiten und einheimische Arten verdrängen können.

Manche der Fremdlinge gefährden zudem die Gesundheit von Mensch und Tier oder beschädigen Bauwerke. Per Gesetz ist jeder Grundeigentümer verpflichtet, invasive Neophyten fachgerecht zu bekämpfen.

Das Schmalblättrige Greiskraut und das Einjährige Berufkraut sind im Begriff, sich stark zu verbreiten, sagt Karin Küng vom Ausserrhoder Landwirtschaftsamt. Bei beiden Arten sei Vorsicht geboten. «Das Schmalblättrige Greiskraut ist bei Verzehr für Mensch und Tier giftig. Sein Gift kann sich in den Lebern der Nutztiere ablagern und über den Genuss von Milchprodukten oder Honig in die menschliche Ernährung gelangen.» Zudem könne sich das Schmalblättrige Greiskraut mit dem einheimischen Jakobskreuzkraut paaren und Hybriden bilden.

Schnell bekämpfen

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für eine Bekämpfung, denn das Greiskraut muss vor der Blütezeit samt den Wurzeln ausgerissen werden. Es wächst entlang von Strassen und breitet sich von dort aus. Das Schmalblättrige Greiskraut ist im Kanton noch selten. Gerade deshalb sei eine gezielte Bekämpfung sinnvoll, sagt Karin Küng. Das Einjährige Berufkraut hingegen ist nicht giftig. Die verwilderte Gartenpflanze kann sich aber auf Ruderalflächen und extensiv bewirtschafteten Standorten wie Weiden und Magerwiesen stark vermehren und die einheimische Flora verdrängen.

«Das Ziel der Naturschutzflächen und Biodiversitätsförderfläche ist es, eine möglichst grosse Artenvielfalt zu haben. Diese Neophyten gefährden durch ihre starke Ausbreitung das Gleichgewicht», sagt Karin Küng. Zur Bekämpfung müssen auch hier die Pflanzen vor der Blüte ausgerissen werden.

Problem entschärft

Das Neophytenproblem hat sich in Ausserrhoden dank der 2008 begonnenen Bekämpfung zwar etwas entschärft. Man findet heute kaum noch grössere Mengen des Drüsigen Springkrauts, des Japanknöterichs, der Amerikanischen Goldrute und des Riesenbärenklaus, seit die bekannten Standorte von Fachleuten regelmässig kontrolliert und allfällig vorhandene Pflanzen sofort entfernt werden.

Auch die Information der Bevölkerung und besonders der Landwirtschaft zeigt Wirkung. 80 000 Franken beträgt das Budget des Kantons dieses Jahr für die Bekämpfung.

«Zu Beginn mussten wir noch viel mehr Geld ausgeben.» Umso wichtiger sei es, wachsam zu bleiben und neu auftretende Neophytenarten zu bekämpfen, bevor sie sich ausbreiten. Alle Bürgerinnen und Bürger können einen grossen Beitrag zur Bekämpfung der invasiven Pflanzenarten leisten, indem sie neben den bekannten Arten auch das Einjährige Berufkraut und das Schmalblättrige Greiskraut ausreissen.

Wer Pflanzen dieser zwei Arten sieht, kann sie dem Amt für Landwirtschaft melden (karin. kueng@ar.ch). Weitere Informationen sind auf der Homepage des Kantons abrufbar.

www.ar.ch/alw

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