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AUSBLICK: St.Margrethen wird umgebaut

Gemeindepräsident Reto Friedauer zählte an der Neujahrsbegrüssung im Pärkli auf, was auf die Gemeinde zukommt, teils schon dieses Jahr. Und das ist nicht wenig.
Max Tinner
Die Neujahrsbegrüssung im Pärkli war gut besucht. Es gab auch viel Interessantes zu hören. (Bilder: Max Tinner)

Die Neujahrsbegrüssung im Pärkli war gut besucht. Es gab auch viel Interessantes zu hören. (Bilder: Max Tinner)

Max Tinner

Der St.Margrether Gemeindepräsident outete sich an der Neujahrsbegrüssung als Fan spannender Verschwörungsgeschichten. Über die Feiertage habe er innert weniger Tage den neuen Roman Dan Browns verschlungen, erzählte er. Es gehe darin um die beiden zentralen Fragen der Menschheit: Woher kommen wir; wohin gehen wir? Letztere beschäftigt auch den Gemeinderat. Zwar nicht im selben globalen Kontext wie im Buch. Dennoch werden die Entscheide, die dieses Jahr gefällt werden, das Gesicht St.Margrethens dauerhaft verändern.

Stadler-Projekt «hochprioritär»

Im Besonderen wird dies die Ansiedlung der Stadler Altenrhein AG tun. 800 bis 1000 Arbeitsplätze entstünden mit ihr im Gebiet Altfeld. Das für den Gemeinderat «hochprioritäre» Projekt sei gut auf Kurs, berichtete Reto Friedauer. Kurz vor Weihnachten habe man zwei gewichtige Einsprachen gütlich beilegen können. Friedauer geht davon aus, dass bis zum Frühling auch die übrigen Einsprachen abgeschrieben werden können und die Firma mit Bauen wird beginnen können. Nach anderthalbjähriger Bauzeit wolle Stadler dann ab Herbst 2019 in St.Margrethen produzieren.

Nord-Süd-Verbindung für Velofahrer

Bis dahin soll auch eine Passerelle für Fussgänger und Velofahrer über den Bahnhof ins Altfeld stehen. Sie werde nicht nur das Stadler-Areal für Fussgänger und Velofahrer leicht erreichbar machen, sondern auch den Bahnhof St.Margrethen für die Höchster. Damit stärke St.Margrethen den Langsamverkehr und den öffentlichen Verkehr. Im kommenden Herbst werde das Projekt baureif sein. Vorgängig müsse allerdings wegen neuer Bestimmungen die eisenbahnrechtliche Bewilligung nochmals eingeholt werden.

Beim Bahnhof steht ausserdem der Bau eines neuen Bushofes bevor. Die Stimmbürger werden voraussichtlich noch dieses Jahr über das Projekt und den Baukredit abstimmen können. Abstimmen werde man dieses Jahr auch über den Umbau und die Erweiterung des früheren Bürgerheims, kündigte Friedauer an. Und in den Freizeitanlagen im Bruggerhorn sollen in absehbarer Zeit das Strandbadgebäude und das Restaurant erneuert werden. Dazu lässt der Gemeinderat in einem Architekturwettbewerb das Konzept der Gesamtanlage überprüfen. Voraussichtlich im September oder Oktober wird das Siegerprojekt präsentiert.

Auch beim Mineralheilbad wird voraussichtlich schon bald gebaut. Die Investoren beabsichtigten, noch im ersten Quartal vis-à-vis dem Bad mit dem Neubau für ergänzende Dienstleistungen zu beginnen.

Durch eine Einsprache gegen Umzonung und Gestaltungsplan blockiert sei hingegen das Projekt Neustart. Mit diesem bekäme St.Margrethen an der Bahnhofstrasse einen Coop. Der Gemeinderat werde noch im ersten Quartal über die Einsprache befinden. Bereits diesen Monat werde der Verkauf der Parzelle Bahnhofstrasse Südwest dem fakultativen Referendum unterstellt.

Es stünden noch weitere raumplanerische Fragen an, fuhr Friedauer fort: zur Entwicklung des CSC-Areals, zum Güterbahnhofareal, zum Areal um die ehemalige Migros im Zentrum und die Alpha Rheintal Bank.

In den Zusammenhang all dieser Bau- und Entwicklungsprojekte stellte er zuletzt auch die Verbindung zwischen den Autobahnen beidseits des Rheins. «Sie wird kommen müssen», stellte er fest, «ohne sie wird der zunehmende Verkehr in der Region langfristig nicht zu bewältigen sein.» Die Kantonsstrasse aussen um St.Margrethen herum werde dann noch an Bedeutung gewinnen. Umgekehrt werde die Ortsdurchfahrt entlastet und könne als Lebensader aufgewertet werden.

Über Grenzen hinaus denken

St.Margrethen stehe vor der Transformation in einen zusehends urban geprägten Raum, der entsprechende Strukturen und Infrastruktur benötige, erklärte der Gemeindepräsident. Möglich machen sollen es eine intelligente Siedlungsentwicklung nach innen und die bessere Abstimmung von Siedlung und Verkehr aufeinander. Dazu sei eine neue Denkhaltung nötig: «Wir müssen lernen, in funktionalen Räumen zu denken und zu handeln, über Gemeinde- und Landesgrenzen hinaus – Kirchturmdenken wird uns in der Raumplanung in die Sackgasse führen», betonte Reto Friedauer. Als erstes Teilpaket der zu überarbeitenden Raumplanung wird die Gemeinde diesen Frühling die revidierte Schutzverordnung fertig haben.

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