Aus zwei Leitungen wird eine

Weil Bernecks Zentrum neu gestaltet wird, ersetzen die Gemeinde und der Zweckverband Abwasserwerk Rosenbergsau gleich auch die Kanalisationsleitungen im Trassee der Neugass.

Seraina Hess
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Sie kümmern sich um das Projekt des Zweckverbands und der Gemeinde (v. l.): Reto Zellweger (Gemeinderat), Adrian Baumgartner (Projektleiter), Cédric Künzle (Bauleiter), Viktor Brunetta (Bauführer), Thomas Lang (Bauherrenvertreter der Gemeinde), Maurizio Schirinzi (Geschäftsführer AWR), Andreas Eggenberger (Präsident Zweckverband AWR) und Markus Dierauer (Gemeinderat). (Bild: Seraina Hess)

Sie kümmern sich um das Projekt des Zweckverbands und der Gemeinde (v. l.): Reto Zellweger (Gemeinderat), Adrian Baumgartner (Projektleiter), Cédric Künzle (Bauleiter), Viktor Brunetta (Bauführer), Thomas Lang (Bauherrenvertreter der Gemeinde), Maurizio Schirinzi (Geschäftsführer AWR), Andreas Eggenberger (Präsident Zweckverband AWR) und Markus Dierauer (Gemeinderat). (Bild: Seraina Hess)

BERNECK. Bis im Frühjahr 2016 ist im Bernecker Zentrum immer wieder mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Grund dafür: In vier bis sechs Bauphasen werden auf rund 550 Metern der Neugass die Kanalisationsleitungen ersetzt. 2014 stellte die Gemeinde bei einer Prüfung fest, dass die vor über 60 Jahren verlegten Rohre nicht mehr dem heutigen Standard entsprechen und beschädigt sind.

Zweckverband zieht mit

Die separaten Leitungen des Abwasserwerks Rosenbergsau (AWR), verlegt im Jahr 1961, verlaufen parallel zur Kanalisation der Gemeinde. Diese hätten zwar noch ein paar Jahre ihren Dienst getan – trotzdem werden sie jetzt ersetzt. Gemeinderat Markus Dierauer begründet: «Es wäre unsinnig, diese Leitungen nicht im gleichen Zug zu erneuern und die Strasse in ein paar Jahren nochmals aufzureissen. Wir sind sehr froh, dass der Zweckverband AWR dies genauso sieht.»

Kostenteiler: 63 und 37 Prozent

Geplant ist, anstelle von zwei separaten Leitungen für Gemeinde und AWR eine gemeinsame Kanalisation zu verlegen, bestehend aus Spezialbetonrohren mit Durchmessern zwischen 600 und 1000 Millimetern. Ebenfalls müssen 100 bis 120 neue Anschlüsse zu den Häusern und zur Strassenentwässerung verlegt werden.

Die Kosten für die Erneuerung betragen insgesamt 2,54 Millionen Franken. Über 63 Prozent, also über 1,6 Millionen Franken, werden vom Zweckverband AWR übernommen. Den Rest, etwas mehr als 930 000 Franken, zahlt die Gemeinde Berneck. Dem Kredit haben die Einwohnerinnen und Einwohner bereits an der vergangenen Bürgerversammlung im Zusammenhang mit der Zentrumsgestaltung zugestimmt.

Aufgrund der Sanierung wird der Verkehr bis im Frühjahr umgeleitet. Wann genau die Arbeiten abgeschlossen sind, ist noch unklar. Da sich die Baustellen auf der Neugass nicht immer am selben Ort befinden, ändern auch die Umleitungen durch die Wohnquartiere immer wieder. Gemeinderat Reto Zellweger verspricht den Anwohnern: «Wir bemühen uns, den Verkehr möglichst schnell wieder auf die Hauptstrasse und somit weg von den Wohngebieten zu leiten.»