Aus guten Läufern bessere machen

Noch zwölf Wochen bis zum Altstätter Städtlilauf und damit genügend Zeit, um das Training hinsichtlich des Jubiläumslaufs noch aufzunehmen. Die Spitzenathleten Christoph Schefer und Paul Reitmayr verraten Tips.

Andrea Kobler
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Christoph Schefer, der Laufspezialist aus Lüchingen gibt Laufschule. (Bild: ak)

Christoph Schefer, der Laufspezialist aus Lüchingen gibt Laufschule. (Bild: ak)

LAUFSPORT. Aus guten Läufern noch bessere zu machen, das war das Ziel des Skinfit-Laufworkshops vom Mittwochabend auf der Altstätter Gesa. Dies mit den Spitzenathleten Christoph Schefer und Paul Reitmayr. Schefer lief am diesjährigen Zürich-Marathon erstmals einen Marathon unter 2:30 Stunden. Für den Vorarlberger Reitmayr war der Städtlilauf-Workshop sein erster Auftritt nach seinem grössten Erfolg. Der 30-Jährige gewann am Sonntag als erster Österreicher überhaupt einen Ironman 70.3. Beim Ironman 70.3 werden 1,9 km geschwommen, 90 km auf dem Rad zurückgelegt und als Schlussdisziplin ein Halbmarathon gelaufen (21,1 km). Reitmayr benötigte dafür 4:05:08 Stunden.

Auf den Körper hören

Zwölf Wochen trennen sie vom Altstätter Städtlilauf. Eine Zeitspanne, die ausreicht, um sich für den Jubiläumslauf gut vorzubereiten. Dafür sollten ab sofort regelmässig die Laufschuhe geschnürt werden – zwei- bis dreimal pro Woche, möglichst nicht an aufeinanderfolgenden Tagen. Bei der Intensität soll auf den Körper gehört werden. «War bereits der Arbeitstag körperlich intensiv und das Wetter heiss, ist es nicht förderlich, auch noch im Training ans Limit zu gehen», so Christoph Schefer. Wichtig sind neben dem Lauftraining Kräftigungsübungen für die Bauch- und Rumpfmuskulatur.

Vor dem Städtlilauf sollte darauf geachtet werden, dass der Ruhetag bereits am Mittwoch oder Donnerstag eingeplant, und am Freitag noch leicht trainiert wird. «Und bitte in der Wettkampfwoche nicht experimentieren», betont Reitmayr, «auch wenn man zum Beispiel gerade über den erfreulichen Einfluss von Kaffee vor einem Wettkampf gelesen hat.» So solle man dem Körper die Nahrung zuführen, die er gewohnt ist. «Wer ab und an gerne ein Glas Wein trinkt, darf das auch am Tag vor dem Städtlilauf tun», so Schefer augenzwinkernd. Wichtig sei, sich ausgewogen zu ernähren und ab drei Tagen vor dem Wettkampf den Kohlenhydrat-Speicher zu füllen. Wer Sport treibt, soll auch viel trinken. Reitmayr rät, Wasser den Vorzug zu geben, am Wettkampftag mit einer Prise Salz versehen oder gespritzte Säfte zu sich zu nehmen.

Nie krank trainieren

Werde man in den letzten Wochen vor dem Städtlilauf noch von einer Krankheit gestoppt, heisse es, nicht zu verzagen und auch nicht zu versuchen, den Trainingsrückstand aufzuholen. «Wichtig ist, das Training erst wieder aufzunehmen, wenn man gesund ist. Gleiches gilt für einen Wettkampf, den man nie krank, auch nicht mit einer leichten Erkältung, in Angriff nehmen sollte», so Schefer. Auch aus der trainingsfreien Zeit könne man das Erfreuliche hervorheben: «Denn die Erholungsphase macht stärker.»

Ökonomischer Laufstil

Bevor es am Mittwoch zur Erholung ging, machten die Workshop-Teilnehmer eine Laufrunde und Laufschule. Denn auch eine gute Koordination gehört zum ausgewogenen Lauftraining und damit koordinative Übungen zur Verbesserung des Bewegungsablaufes. Christoph Schefer und Paul Reitmayr gaben mit Anfersen, Seitwärtslaufen oder Steigerungsläufen Übungen mit auf den Weg, die zu einem ökonomischen Laufstil führen sollen. Denn ein solcher spart Energie, die hilft, dass der Altstätter Städtlilauf vom Samstag, 12. September, ein bleibendes Erlebnis wird. Infos und Anmeldung unter: www.staedtlilauf.ch.