Aus einer CVP-Familie in die SVP

Zumal der Oberrieter Präsidentschaftskandidat Marcel Dietsche einer klassischen CVP-Familie entstammt, liegt die Frage nahe, wie er zur SVP kam, für die er seit 2004 dem Kantonsrat angehört. Es gibt eine kurze Antwort und eine längere.

Gert Bruderer
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KRIESSERN. Kurz gesagt: Die Themen der SVP beschäftigten Dietsche als jungen Mann stärker als die anderer Parteien. Vor fünfzehn, zwanzig Jahren interessierten den heute 36-Jährigen die Sicherheit, die Jugendkriminalität und die EU.

Vielleicht hätte eine moderne, junge CVP es geschafft, Dietsche «abzuholen». Doch die Jungparteien seien zu seiner Zeit nicht so aktiv gewesen wie heute. Auch sei ihr Stellenwert ein anderer gewesen. Damals seien die Jungparteien von den Grossen «eher etwas belächelt» worden, sagt Dietsche. «Das Potenzial der Jungparteien wurde verkannt.» Die CVP hingegen sei damals nach seinem Empfinden stark SP-orientiert gewesen, was an der beachtlichen Bedeutung der CSP (Christlich-soziale Partei) in manchen Kantonen gelegen habe. Verschiedene politische CVP-Schwergewichte jener Zeit seien CSP-Politiker gewesen: Walter Hess, Thomas Ammann, Hans Frei.

Marcel Dietsche orientierte sich politisch eher nach rechts – und fand in der SVP seine politische Heimat. Allerdings politisiert er vergleichsweise gemässigt. Er selbst rechnet sich denn auch dem «linken Flügel der SVP» zu.

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