Aus dem Rheintal nach St.Gallen für die Anliegen der Frauen

Rheintaler SP-Politikerinnen reisten am Samstag nach St.Gallen, um sich für die Anliegen der Frauen stark zu machen.

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Setzen sich ein (v.l.): Karin Hasler, Laura Bucher, Antonia Federer, Edith Hasler und Michèle Zutter.

Setzen sich ein (v.l.): Karin Hasler, Laura Bucher, Antonia Federer, Edith Hasler und Michèle Zutter.

Bild: pd

Gemeinsam mit vielen anderen machten sich die Rheintaler SP- Politikerinnen für die Anliegen der Frauen stark. Man solle endlich «Nägel mit Köpfen» machen, forderten sie.

Gewalt an Frauen, Diskriminierung, schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Ungleichbehandlung und Lohn­ungleichheit, Blockierung von Fortschritt. Alle diese Zustände sind auch heute noch in der Schweiz an der Tagesordnung, im Rheintal wie auch in den Städten. Darum forderten die Frauen – darunter auch eine Delegation der SP Rheintal – am Samstag in St.Gallen, dass «endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden», wie die Rheintaler SP in einer Mitteilung schreibt. Gleichstellung und Gerechtigkeit seien nicht vereinbar mit dem traditionellen System, das ausgedient habe, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Aufwertung von Frauenberufen sei lange hinfällig und die systemrelevante Care-Arbeit müsse entsprechend entlöhnt werden. Auch im Rheintal gebe es häusliche Gewalt, die selten strafrechtlich verfolgt werde, obwohl diese ein Offizialdelikt sei. Zu abhängig seien die traditionellen Rollenbilder voneinander im patriarchalen System, das weder gut für Frau noch Mann sei, schreibt die Partei.

Karin Hasler, Kantonsrätin und SP-Präsidentin Rheintal, war mit Michèle Zutter (Co-Präsidentin SP Rheineck), Edith Hasler (SP Balgach) sowie Regierungsrätin Laura Bucher, Nationalrätin Barbara Gysi und weiteren Kantonsrätinnen im Stadtpark dabei. Auch Antonia Federer vom Frauenforum Rheintal war dort. Zusammen mit etwa 300 Frauen und einigen Männern erlebten sie eine friedliche Stimmung, die Mut und Kraft verleiht, sich für diese Belange weiter einzusetzen.

Die Frauen hoffen, dass ihre Beteiligung anderen Frauen Mut gibt, sich für das Recht der Frau und gegen Gewalt und Diskri­minierung einzusetzen. Dieser Kampf lohne sich für beide Geschlechter. Die Frauen möchten damit auch zeigen, dass sie Ansprechpartnerinnen sind für Geschlechterfragen und offene Ohren haben für die Belange Diskriminierung und Gewalt. Sie sehen es als ihre Aufgabe, die positive Energie des ersten Jubiläums des nationalen Frauenstreiktages heim ins Rheintal zu Tragen. (red/pd)