AU/HEERBRUGG: Schule bleibt eigenständig

Die Schulgemeinde wird nicht in die Gemeinde ­eingebunden. Die Vorteile seien weniger gross als die Nachteile.

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Die Gemeinde Au-Heerbrugg verzichtet darauf, die Schulgemeinde in die politische Gemeinde einzubinden. Die Nachteile würden überwiegen, heisst es in einer Medienmitteilung.

Der Schulrat hatte dieses Jahr beschlossen, die Bildung einer unechten Einheitsgemeinde zu prüfen. Das heisst, die Primarschule wäre in die politische ­Gemeinde eingebunden worden. Unecht heisst diese Organisationsform deshalb, weil die Oberstufe weiterhin nicht zur Einheitsgemeinde gehört hätte. Die Auer Oberstufe ist ja Teil der Oberstufe Mittelrheintal. Im November erhielt der Primarschulrat von Au-Heerbrugg als Ergebnis vertiefter Abklärungen den Schlussbericht. Dieser wurde an der Sitzung vom 21. November eingehend besprochen. Der Rat beschloss daraufhin, das Projekt «unechte Einheitsgemeinde» nicht weiterzuverfolgen.

Die Chancen können auch sonst genutzt werden

Es hätten sich zwar gewisse Vorteile ergeben, schreibt der Schulrat, die Nachteile würden aber überwiegen. Die Schulgemeinde verfüge über professionelle Strukturen und die nötige Grösse, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Die «unechte Einheitsgemeinde» brächte «keinen finanziellen Vorteil», heisst es in der Medienmitteilung. Alle im Schlussgericht genannten Chancen könnten auch ohne «unechte Einheitsgemeinde» und den mit ihr verbundenen Risiken genutzt werden, schreibt der Schulrat. In gewissen Bereichen solle die ­Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde verstärkt werden.

Die Schule soll ihre Eigenständigkeit aber wahren. Mit dem Thema hatten sich der Projektbegleiter Jean-Claude Kleiner aus St. Gallen und eine Kommission auseinandergesetzt, der ausser Kleiner der Gemeindepräsident Christian Sepin sowie Schulratspräsident Walter Portmann angehörten. (gb)