Auftakt mit offener Ausgangslage

Die am Samstag beginnende Hallenmeisterschaft der Ostschweizer Erstligagruppe verspricht eine hart umkämpfte Angelegenheit zu werden, denn keines der acht Teams gilt als klarer Favorit.

Conrad Aschwanden
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FAUSTBALL. Zudem verspricht eine geplante Modusänderung für eine enorme Steigerung der Spannung, denn es könnten dann alle Mannschaften – also neu auch die Reserveteams – aufsteigen. Denn die Modusänderung (siehe Kasten) würde für die kommenden Aufstiegsspiele 2012 bereits gelten. Der Entscheid wird aber erst in einem Monat gefällt. Zum ersten Spieltag treffen sich alle acht Mannschaften in Wilen. Am Vormittag ab 9 Uhr messen sich die Reserveteams von Diepoldsau und Faustball Widnau sowie der Faustballgemeinschaft Elgg-Ettenhausen und des Aufsteigers Wigoltingen in vier Partien. Am Nachmittag ab 13.30 Uhr stehen weitere fünf Begegnungen auf dem Programm. Zusammen mit den heimischen Reserven der FG Rickenbach-Wilen (RiWi) treten der zweite Aufsteiger Wolfhalden sowie Oberbüren und der nach nur einer Saison aus der Nationalliga B wieder abgestiegene STV Affeltrangen an.

Qualifikationsrunde

In einer einfachen Spielrunde tragen die acht Mannschaften eine Qualifikation aus. Nach Wilen treffen sie sich in einer Woche in Oberbüren sowie am 10. Dezember in Wängi zu den übrigen beiden Spieltagen. Danach trennen sich die Teams in eine Final- sowie eine Relegationsgruppe mit Vor- und Rückrunde. Diese Spielrunden finden am 14. und 21. Januar in Diepoldsau beziehungsweise Wilen statt. Alle Partien werden auf drei Gewinnsätze mit elf Bällen ausgetragen. Die Differenz muss zwei Bälle betragen und endet bei maximal 15:14. Alle Teams starten zur Final- und Relegationsrunde mit den halben Punkten aus den Qualispielen.

Prognose schwierig

Die Ausgangslage für die Hallenmeisterschaft der ersten Liga in der Ostschweizer Gruppe scheint absolut offen. Leicht zu favorisieren ist Affeltrangen, das mit seinem routinierten Kader nach der Relegation im letzten Winter den sofortigen Wiederaufstieg anstrebt. Ebenso werden die Reserveteams der Schweizer Topvereine Diepoldsau, Elgg-Ettenhausen und RiWi vorne erwartet. Gespannt ist man besonders auf den Aufsteiger Wigoltingen II, spielt doch in seinen Reihen mit Madleina Rüegge die Präsidentin der Ostschweizer Nachwuchsorganisation und ehemalige Nationalspielerin (20 LS) mit. Angeführt wird das Team von Yannick Signer, der noch im Sommer Mitglied des Nationalkaders war.

Unveränderte Aufstellungen?

Praktisch alle Erstligisten treten vorwiegend mit ihren bisherigen Kadern an. Dies lässt sich jedenfalls aus den Anmeldungen zur Hallenmeisterschaft schliessen. Doch meist ergeben sich in den Vorbereitungen noch Übertritte innerhalb der Teamkader oder vereinzelt gar zu anderen Vereinen. Der erste Spieltag am Samstag wird dies weisen und Aufschluss darüber geben.

Erstligagruppe Ostschweiz (in der Reihenfolge der Hallenmeisterschaft 2010/11): NLB-Absteiger Affeltrangen, Elgg-Ettenhausen II, RiWi II, Diepoldsau II, Faustball Widnau II, Oberbüren sowie die Aufsteiger Wolfhalden und Wigoltingen II.