Aufstiegsversuch misslang

Die BV Rheintal als Gruppensiegerin verpasst den erstmaligen Aufstieg in die 2. Liga. Gegen das Badminton-Team Uzwil gab es in den beiden Aufstiegsspielen deutliche Niederlagen.

Mäx Hasler
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Im Mixed verloren Stefanie Thiévent und Hubert Müller zweimal sehr knapp. Letzterer gewann in den 2.-Liga-Aufstiegsspielen als Einziger seine beiden Einzel. (Bild: Mäx Hasler)

Im Mixed verloren Stefanie Thiévent und Hubert Müller zweimal sehr knapp. Letzterer gewann in den 2.-Liga-Aufstiegsspielen als Einziger seine beiden Einzel. (Bild: Mäx Hasler)

BADMINTON. Die Badminton-Vereinigung Rheintal hat sich erstmals für die Aufstiegsspiele in die 2. Liga qualifiziert. Diese haben am letzten Dienstag und Mittwoch in St. Margrethen und Uzwil stattgefunden. Mit einer bitteren Erkenntnis für die Rheintaler. Ausser Erfahrung wurde nicht viel gewonnen.

Die Voraussetzungen waren so grundverschieden wie das Stärkeverhältnis der Teams, die aufeinander trafen. Die Rheintaler durften, die Uzwiler wollten aufsteigen. Dies ist ihnen mit zwei deutlichen Siegen dann auch gelungen.

Beim Hinspiel am Dienstagabend in der Rosenberg-Turnhalle, vor einer Zuschauerkulisse, die die «Federbälleler» laut Präsident Marco Züllig noch nie hatten, waren die Rheintaler noch voller Optimismus. Man hoffte dem klaren Favoriten, der mit einigen Spielern antrat, die höherklassig spielen, ein Bein stellen zu können. Es blieb aber beim Versuch, das vierte Team des Nationalliga-A-Angehörigen aus dem Aufstiegsrennen zu werfen.

Gute Phasen

Dabei hat es für die Rheintaler relativ gut angefangen. Nach der knappen 1:2-Niederlage (18:21, 21:10, 18:21) von Hubert Müller und Stephanie Thiévent im Mixed verbreitete sich Optimismus im Team. «Buh, das war knapp», sagte Remo Zehnder vom siegreichen Paar. Die beiden 0:2-Niederlagen im Herren- (19:21, 10:21) und Damendoppel (12:21 und 7:21) gegen die ambitionierten Uzwiler brachten aber wieder Ernüchterung in die Halle. Hoffnung keimte wieder auf nach den beiden 2:0-Siegen im Herren Einzel.

Hubert Müller bezwang Remo Zehnder 22:20 und 21:11 und Marcel Vock siegte gegen Daniel Koster 21:17 und 23:21. Laut Yannik Poznicek, der von den St. Galler Bären wieder zum BV Rheintal zurückkehrt, war Vocks Sieg die grösste Sensation in der Geschichte des Vereins.

Alle Augen richteten sich nun auf Stephanie Thiévent, die gegen Sereina Hofstetter für den 3:3-Ausgleich hätte sorgen können. Nach einem klaren 21:13-Sieg im ersten, einer knappen 18:21-Niederlage im zweiten und einer deutlichen 12:21-Packung im dritten Satz musste sich die Diepoldsauerin aber 1:2 geschlagen geben.

Klares Verdikt

Senior Mischa Thurnherr hätte gegen Teenager Julian Scheiwiller im letzten Game noch ein 3:4 erreichen können, der 13-jährige Uzwiler, der drei Klassen höher spielt, liess dem 40-jährigen Bernecker aber keine Chance. Im Stil eines alten Routiniers trieb er seinen Gegner, dem aussergewöhnlich viele Flüchtigkeitsfehler passierten, zu viel Laufarbeit. Die Resultate 13:21 und 9:21 sprechen eine deutliche Sprache.

Sack zugemacht

Der Jubel der Uzwiler hielt sich aber in Grenzen. Sie wollten noch nichts von Aufstieg wissen – im Rückspiel sei noch alles möglich. In diesem liessen die Gastgeber aber nichts mehr anbrennen und legten mit einem 6:1-Heimsieg sogar noch einen drauf. Wieder knapp ausgegangen ist mit 2:1 das Mixed (11:21, 23:21, 21:18), fünf Partien waren mehr oder weniger eine klare Sache für den nunmehrigen Aufsteiger.

Einzig Hubert Müller konnte gegen Remo Zehnder nochmals reüssieren. Mit dem einzigen Sieg im «Feindesland» (21:18, 19:21 3:21) setzte er dem Unternehmen Aufstieg der Rheintaler ein Ende.

Nun jüngere Spieler einbauen

Alles in allem gesehen war man bei der BV Rheintal dennoch zufrieden. «Wir haben unser Saisonziel erreicht, denn wir wollten Gruppensieger werden. Im ersten Aufstiegsspiel haben wir uns gut verkauft und haben zwei Spiele sehr knapp verloren. Ein knapper Heimsieg wäre möglich gewesen», resümiert der Präsident.

Die nächste Saison dürfte eine Übergangssaison werden, denn mit dem Einbau von zwei, drei jüngeren Spielern soll die erste Mannschaft der BVR ein neues Gesicht bekommen.

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