Aufholjagd wird nicht belohnt

Der SC Rheintal verschläft in der heimischen Eishalle den Start gegen Leader Chur und ist schon nach acht Minuten mit 0:3 im Rückstand. Danach kämpft er sich zurück, wird aber nicht belohnt: SC Rheintal – EHC Chur 3:4 (0:3, 2:0, 1:1).

Martin Köppel
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Der SC Rheintal belagert das Churer Tor, Lars Arpagaus (Nr. 39) versucht den Rheintaler Sandro Bleiker (Nr. 6) aus dem Gleichgewicht zu bringen. (Bild: Hanspeter Köppel)

Der SC Rheintal belagert das Churer Tor, Lars Arpagaus (Nr. 39) versucht den Rheintaler Sandro Bleiker (Nr. 6) aus dem Gleichgewicht zu bringen. (Bild: Hanspeter Köppel)

Eishockey. Es begann gestern Abend denkbar schlecht für die Rheintaler: Die Matchuhr zeigte gerade mal sieben Minuten und 50 Sekunden an, als die Gäste aus Chur bereits 3:0 führten. Zweimal Covi und einmal Thomas Simeon hatten getroffen.

Time-out stoppt Chur-Express

So kann das nicht weitergehen, sagte sich auch der SCR-Coach und nahm ein Time-out und hauchte so seinem Team neues Leben ein.

Es dauerte aber bis ins Mitteldrittel, ehe Sascha Rauter endlich Marco Jossi bezwingen konnte und damit bewies, dass die Rheintaler doch noch Tore schiessen können. Dieser erste Treffer markierte das 3:1. Eine SCR-Überzahl brachte dann aber Spannung ins Spiel: Mischa Broder sorgte für den 3:2-Anschlusstreffer und nun ging es zur Sache. Die Steinböcke bekamen es mit der Angst zu tun, auch wenn ihr Anhang wesentlich lautstarker anfeuerte, als es die Fans des SCR taten.

Eine kleine Keilerei war die Folge, aber die Schiedsrichterin und ihr Kollege hatten alles souverän im Griff.

Sechs Strafen in Folge

Chur spielte kaum noch komplett und kassierte sechs Strafen in Folge und rettete sich mit Toreverschieben in die zweite Pause. Leider konnten die aufopfernd kämpfenden Rheintaler ihre Überzahl nicht in Tore ummünzen, zu kompliziert war ihr Powerplay. Sie kassierten in dieser Phase zu allem Elend auch noch den Shorthander durch Mehli: 2:4.

Doch der SC Rheintal gab nie auf, wollte seinen Anhängern Punkte schenken, kämpfte gegen die Hauptstädter unermüdlich weiter und brachte die Hintermannschaft des EHC Chur sogar in Nöte. Prompt fiel erneut der Anschlusstreffer zum 3:4 durch Captain Sascha Moser.

Goalies verhindern weitere Tore

Jetzt war Feuer im Dach der Eisarena: Hin und her «rollten» die Angriffe, die Keeper hielten beidseits ihre Mannschaft mit spektakulären Paraden im Spiel, und so kam es leider nicht mehr zu einem Punktegewinn für die aufopfernd kämpfenden Rheintaler.

SC Rheintals Coach Oldrich Jindra meinte zum Spielverlauf: «Wir haben 45 Minuten eine sehr gute Leistung gezeigt, leider aber den Anfang ein bisschen verschlafen.» Aber es sei phänomenal gewesen, wie sich die Mannschaft zurückgekämpft habe. «Wir hätten im Minimum einen Punkt verdient, aber diesmal haben wir kein Glück gehabt, hoffentlich kommt es nun ein anderes Mal, denn es ist in Sachen Qualifikation noch alles offen und wir sind nicht beunruhigt.» Die Leistung gegen Chur könne die Mannschaft mit Bestimmtheit weiterbringen.

Jindras Beurteilung seiner Mannen ist schon fast euphorisch: «Jeder der Mannschaft würde sich den Preis «Spieler des Abends» verdienen, allerdings einen muss ich speziell erwähnen, und zwar Simon Ade, der uns lange im Spiel hielt.»

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