Auf der Überholspur

Stichwort

Andreas.ruedisueli@rheintalmedien.ch
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Es gab eine Zeit, da galt St. Margrethen als abgehängt. Das Dorfzentrum war nach dem Bau des «Rheinparks» in den Siebzigerjahren schleichend verwaist. Wohneigentum wurde billig, die Mieten sanken. Steuerkräftige Einwohner zogen nur noch selten in die Gemeinde. Wenn sie es doch taten, wurden sie belächelt.

Das wird sich nun ändern. Die Gemeinde hat die Weichen gestellt für eine bessere Zukunft. Und das durchaus im wörtlichen Sinn. Denn der Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail wird wohl einen bedeutenden Teil seiner Produktion nach St. Margrethen verlegen. Hunderte Arbeits- plätze entstehen im Ort.

Der Stadler-Transfer ist längst nicht alles, was sich in St. Margrethen bewegt: Im selben Gebiet war diese Woche Spatenstich für ein medizinisches Zentrum. Gleichentags begann im Dorfkern der Abbruch von alten Häusern. Sie weichen einer Überbauung, in die Coop ziehen will.

Ebenfalls diese Woche war zu erfahren, dass der zusätzliche Mineralbad-Bau gegenüber dem Hauptgebäude einen Schritt weiter ist und wohl noch dieses Jahr in die Bauphase eintreten wird. Zudem entsteht vielerorts moderner Wohnraum.

Was wird passieren? Die Immobilienpreise dürften steigen. Die Überbauungen und Jobs werden zahlungskräftige Einwohner anziehen. Überspitzt formuliert heisst das: Es wird viel Geld nach St. Margrethen fliessen.

Andreas Rüdisüli

andreas.ruedisueli@rheintalmedien.ch