Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Auf der Suche nach Glück

Aus christlicher Sicht
Paul Hoch
Glücklich zu leben, das wünschen wir uns alle. Hufeisen und Kleeblatt sind Glückssymbole. (Bild: depositphotos/alexraths)

Glücklich zu leben, das wünschen wir uns alle. Hufeisen und Kleeblatt sind Glückssymbole. (Bild: depositphotos/alexraths)

Bestimmt haben Sie zum Jahreswechsel oft den Wunsch «Ein glückliches neues Jahr» gehört oder gelesen. Auch zum Geburtstag oder zu einem neuen Lebensabschnitt wünschen wir einander «viel Glück». Glücklich zu leben, das wünschen wir uns alle. Doch würden wir verschiedenen Menschen die Frage «Was macht dich glücklich?» stellen, bekämen wir wohl ganz verschiedene Antworten. Manche Glücksfaktoren kämen aber sicher immer wieder vor. Wir Menschen mögen zwar unterschiedlich ticken, bestimmte Grundbedürfnisse kennen wir jedoch alle. Ich behaupte deshalb, dass es sowas wie universelle Glücksfaktoren gibt. Ich denke dabei etwa an geglückte Beziehungen, von anderen angenommen zu sein sowie Sinn in unserem und für unser Leben.

Auch wenn wir uns das Evangelium des morgigen Sonntags anhören oder anschauen, so treffen wir auf solche universellen Glücksfaktoren. Jesus geht am Sabbat in die Synagoge und lehrt. Er vermittelt dabei seinen Zuhörerinnen und Zuhörern Sinn. Und er macht das so eindrücklich, dass es im Evangelium heisst: «Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.»

Jesus trägt nicht einfach Inhalte mit moralischem Anspruch vor, die es zu befolgen gibt. Nein, er spricht direkt ins Herz der Menschen, er gibt ihnen Sinn. Jesu Lehre hat Tiefgang, sie wühlt auf, sie macht betroffen und sie verändert. Hören oder lesen wir das Evangelium weiter, so begegnet uns ein «von einem unreinen Geist Besessener», der von seinem Umfeld bestimmt gemieden wurde. Jesus macht den Mann wieder beziehungsfähig. Der ­Betroffene ist – stelle ich mir vor – nach dieser Begegnung wieder dabei, wird wieder als Mensch wahrgenommen und geachtet. Von Jesu Präsenz geht solch eine heilende Macht aus, dass die Zuhörenden und -sehenden nur staunen können. Oder man könnte auch sagen, Jesus verkörpert in ganz radikaler Weise das, was wir mit Glück beschreiben würden. Doch er stellt das Glück göttlichen Ursprungs nicht einfach nur zur Schau, sondern er schenkt es an die Menschen, die ihm begegnen, weiter.

Doch was hilft das nun uns, die wir Jesus physisch nicht mehr unter uns haben? Auch wir können bei ihm ganz wir selber, ganz angenommen und getragen sein. Und folgen wir seinem Beispiel in unserem Denken und Handeln, so werden auch unsere Beziehungen besser gelingen. Die Evangelien sind so gesehen Anleitung und Quelle für unser eigenes Glück. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein glückliches Wochenende.

Paul Hoch

Pastoralassistent in Widnau

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.