Auf dass das «Sägmähl» stiebe

Seit bald 25 Jahren gibt es den Verein der Sägesport-Freunde Rheintal. Nächstes Jahr feiern die Sportholzer das Jubiläum mit einem internationalen Wettkampf, an dem auch Vereins- und Firmengruppen mitmachen können.

Max Tinner
Merken
Drucken
Teilen
Die Sägesport-Freunde Rheintal 2015, von links: Johann Goldener, Willi Dietrich, Daniel Haltiner, Stefan Fenk, August Segmüller, Manuel Haltiner, Bruno Städler, Urs Büchel, Sonja Freund, Ursula Thurnherr, Hansueli Heeb. Auf dem Bild fehlen: Jakob Hensel und Rolf Goldener. (Bild: Vreny Schmid)

Die Sägesport-Freunde Rheintal 2015, von links: Johann Goldener, Willi Dietrich, Daniel Haltiner, Stefan Fenk, August Segmüller, Manuel Haltiner, Bruno Städler, Urs Büchel, Sonja Freund, Ursula Thurnherr, Hansueli Heeb. Auf dem Bild fehlen: Jakob Hensel und Rolf Goldener. (Bild: Vreny Schmid)

ALTSTÄTTEN. Die Holzerei ist so manchem gestandenen Rheintaler ein liebes Hobby. Für einige ist es aber mehr als Bäumefällen und Brennholzrüsten: Manche holzen mit sportlichen Ambitionen und dies schon seit bald 25 Jahren. Angefangen hat es mit Plauschmeisterschaften, die die SFS-Stadler-Werkzeughandlung (die Handwerkershops laufen heute unter der Bezeichnung SFS unimarket) in den 1980er-Jahren veranstaltet hat. Der Lüchinger August Segmüller brillierte bereits damals und war bald einmal Feuer und Flamme für solche Sägesportwettkämpfe. Bald nahm er an verschiedenen Meisterschaften teil und schnitt dabei nicht selten geradezu brillant ab. Das steckte natürlich an, und aus dem einen oder anderen Schlachtenbummler wurde bald selbst ein Sägesportler.

Regelsetzer

Als August Segmüller und Kurt Lüchinger 1992 dann eine eigene Meisterschaft auf die Beine stellen wollten, waren die beiden bereits mehrfache Schweizer Meister im Waldsägen. Für die Organisation brauchte es ein OK, aus dem noch im selben Jahr der Verein der Sägesport-Freunde Rheintal hervorging. Gründungsversammlung war im Altstätter «Gämsli». Viele der damaligen Gründer sind noch heute aktive Sägesportler.

Auch im Vorstand ist viel Konstanz erkennbar: Bruno Städler war seit 1996 (mit zwei vierjährigen Unterbrüchen) bereits 12 Jahre Präsident des Vereins und ist es jetzt wieder. Er engagiert sich auch über den Verein hinaus – das Reglement, nach dem praktisch alle Schweizer Sägesportwettkämpfe durchgeführt werden, ist von ihm erarbeitet worden. Seit der Vereinsgründung führen die Sägesport-Freunde Rheintal im Zweijahresrhythmus eine internationale Hand- und Waldsägemeisterschaft durch. Die nächste findet am Wochenende vom 20. bis 22. Mai 2016 auf dem Schulareal Roosen in Lüchingen statt. Mit dieser Meisterschaft wird auch das (eigentlich im Jahr 2017 anstehende) 25-Jahr-Jubiläum des Vereins gefeiert. Nebst den Wettkämpfen für die ambitionierten Sägesportler wird es ein Rahmenprogramm für jedermann geben, sogar für Kinder, die am Sonntag zur Säge werden greifen dürfen.

Vereins- und Firmenwettkampf

Für die erwachsenen «Nicht- Sägesportprofis» wird für den Auftakt des sportlichen Festwochenendes am Freitagabend ein Vereins- und Firmenwettkampf organisiert. Am besten bildet man die Zweierteams bereits jetzt, damit man schon etwas trainieren kann. Denn um die Scheiben möglichst schnell ab dem Baumstamm zu sägen, braucht es nicht nur Kraft, sondern auch ein gutes Zusammenspiel mit dem Wettkampfpartner und Rhythmus – stimmt auch nur einer der beiden Faktoren nicht, wird die Säge verkannten und sich im Holz verkeilen. Aber auch wenn es trotz mehrmonatigem Training nicht so hinhauen sollte, wie man es sich vorgestellt hat – das Mitmachen lohnt sich in jedem Fall: Jede teilnehmende Gruppe wird nämlich einen Preis bekommen. Damit wird bei diesem Vereins- und Firmenwettkampf vor allem eines zählen: das Mitmachen.