Auer Girls sind die Besten

FUSSBALL. Die Mädchen der vierten Klasse von Marina Tschofen aus Au wurden am Mittwoch in Basel Schweizer Meisterinnen im Credit Suisse Cup – Gioia Kenel schoss 44 von 50 Toren.

Mäx Hasler
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Die Gold-Mädchen von Au: (hinten v. l.) Laura Giacotto, Lehrerin Marina Tschofen, Haresa Gjura und Trainerin Rosalba Künzler; (vorne v. l.) Natalie Engler, Chiara Palmone, Marleen Kiss, Samira Zoller, Gioia Kenel. Es fehlen Saskia Winiger und Laura Pepe. (Bild: Mäx Hasler)

Die Gold-Mädchen von Au: (hinten v. l.) Laura Giacotto, Lehrerin Marina Tschofen, Haresa Gjura und Trainerin Rosalba Künzler; (vorne v. l.) Natalie Engler, Chiara Palmone, Marleen Kiss, Samira Zoller, Gioia Kenel. Es fehlen Saskia Winiger und Laura Pepe. (Bild: Mäx Hasler)

Die Fussball-Mädchen vom Schulhaus Haslach in Au schweben noch immer auf Wolke sieben. Und das aus gutem Grund. Sie wurden am Final des Credit Suisse Cups in Basel nämlich Schweizer Meisterinnen der 4. Klasse Mädchen. Man hat es nach dem souveränen Auftreten am Kantonalfinal in Diepoldsau kommen sehen, dass die Auerinnen mit berechtigten Hoffnungen an den Schweizer Final gehen dürfen. So war es dann auch. Lautstark angefeuert von den Buben der Klasse, die auch mitfahren durften, sowie einigen Eltern, aber besonders von ihrer Lehrerin, die noch immer heiser ist, steigerten sich die Mädchen von Spiel zu Spiel. Hervorragend gecoacht von Rosalba Künzler, ehemalige Juniorentrainerin in Teufen und nun Hausfrau und Mutter, errangen die Mädchen drei Siege und zwei Remis, eins gegen den späteren Finalgegner Aesch, und wurden Gruppenzweite.

Messi der Mädchen

Im Halbfinal wurde eine Klasse aus Schaffhausen aus dem Turnier geworfen. Gegner im Final war wieder Aesch. Gioia Kenel, eine Juniorin des FC Au-Berneck, brachte die Rheintalerinnen mittels Penalty in Führung. Noch praktisch im Jubel der Auerinnen glichen die Gegnerinnen aus. Nun lagen die Nerven blank. Je länger das Spiel dauerte, desto näher rückte das Penaltyschiessen. Eine Spielerin hatte aber etwas dagegen. Gioia, das junge weibliche Pendant zu Lionel Messi, bewies kurz vor Schluss ihre Qualitäten als Goalgetterin und erzielte den frenetisch bejubelten Siegtreffer zum ersten Sieg einer Rheintaler Mädchenklasse an einem Final. Dieses Tor war das «i»-Tüpfelchen in der CS-Bilanz der Auerinnen. Mit einem Torverhältnis von 50:5, davon 44 Tore von Gioia Kenel, beendeten die Mädchen das CS-Cup-Abenteuer 2014/15.

Traum: FC-SG-Spiel schauen

Genauso stolz wie die Mädchen über den Schweizer Meistertitel, sind die Lehrerin und die Trainerin. «Ich bin natürlich überglücklich und freue mich für die Mädchen. Ich habe immer an meine Mädchen geglaubt. Die Klasse bleibt zusammen, und nun wollen wir uns im Turnier der 5. Klassen bestätigen, so die Lehrerin zum grossen Erfolg der Mädchen. Auch Trainerin Rosalba Künzler ist happy. «Die Mädchen haben eine geschlossene Mannschafts- respektive <Frauschaftsleistung>, gezeigt und sind verdient Meister geworden. Von der Torfrau über die Abwehr bis zum Angriff stimmte einfach alles», sagte die Mutter der Torschützin vom Dienst, Gioia Kenel. Was die Trainerin wurmt, deren Vertrag zu Gottes Lohn per Handschlag um eine weitere Saison verlängert wurde, ist, dass die Mädchen ausser der Medaille und dem Pokal keinen Preis bekommen haben. «Ich weiss, dass die Mädchen gern zusammen einmal ein Spiel des FC St. Gallen schauen möchten. Es wäre schön, wenn sich im Rheintal ein Sponsor finden liesse, der ihnen diesen Wunsch erfüllen könnte.»