AU/BERNECK: Hochwasserschutz-Vorprojekt wird vorgestellt

Das Vorprojekt zu den Hochwasserschutzmassnahmen im Bereich Littenbach-Aecheli in den Gemeinden Berneck und Au ist abgeschlossen. Die zuständige Projektgruppe und der beauftragte Ingenieur werden es am Mittwoch, 31. August, in der Mehrzweckhalle Bünt in Berneck vorstellen.

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Der Littenbach am Tag nach einem Hochwasser. (Bild: Archiv/Monika von der Linden)

Der Littenbach am Tag nach einem Hochwasser. (Bild: Archiv/Monika von der Linden)

AU/BERNECK. Die Projektgruppe Hochwasserschutz Littenbach-Aecheli, Au-Berneck, hat die nötigen Schritte erarbeitet, um die Hochwassersituation in Au und Berneck zu verbessern.

Vorabklärungen zeigten, dass die Ausgangslage komplex ist und der Hochwasserschutz nicht mit einer Einzelmassnahme gelöst werden kann. Das Vorprojekt enthält eine Palette an Massnahmen, damit längerfristig eine verbesserte Hochwassersicherheit erreicht wird. Dazu gehört zusätzlicher Rückhalteraum für Holz und Geschiebe, der Gerinneausbau und der Wasserrückhalt in Retentionsräumen.

Vor zehn Jahren wurde das Volumen des Kiesfangs Schlossbrücke vergrössert und mit dem Bau einer Sperre die Strömungsverhältnisse verbessert. Ebenfalls wurde das Gerinne vom Kiesfang Schlossbrugg bis zur Brücke Indermaur ausgebaut.

Geschiebe wird zurückgehalten

2009 wurde die Geschiebe- und Holzrückhalteanlage Dürrenbommert in Betrieb genommen. Die Anlage mit einem Volumen von 6000 bis 8000 Kubikmetern stellt sicher, dass Geschiebe und Holz zurückgehalten wird. Im letzten Jahr wurde die Kobelbrücke durch ein höheres Provisorium ersetzt. Entlang der Bachstrasse in Au wurden Winkelelemente versetzt. Mit diesen Massnahmen wurde die Hochwassersicherheit erhöht.

Die bestehenden Gewässerquerschnitte von Littenbach, Hinterburgbach und Aecheli vermögen die Wassermenge eines 100-jährigen Hochwassers nicht abzuleiten. Weil im unteren Bereich des Littenbachs der Platz für einen nötigen Gerinneausbau nicht zur Verfügung steht, muss die Abflussgeschwindigkeit verlangsamt werden. Dies soll mit einem Drosselbauwerk bei der Schlossbrücke und Retentionsräumen in den Gebieten Kloteren und Klumpen erreicht werden. Dafür müssen neben dem Littenbach auch das Aecheli und der Hinterburgbach ausgebaut werden. So wird die Überflutungshäufigkeit reduziert, damit für die Gebiete entlang der Gewässer ein hoher Schutz gewährleistet werden kann.

Vorprojekt in Vernehmlassung

Das Vorprojekt wurde von den Gemeinderäten Au und Berneck im Juni genehmigt und ist zur Vernehmlassung bei den kantonalen Fachstellen und dem Bundesamt für Umwelt. Eine erste Rückmeldung wird im Herbst erwartet. Danach folgen die nächsten Projektierungsschritte, das Bau- und Auflageprojekt. Zu welchem Zeitpunkt die Massnahmen realisiert werden können, ist abhängig vom weiteren Projektierungsverlauf und zurzeit noch offen. Ziel der Gemeinden ist, die Hochwassersicherheit für das Siedlungsgebiet so bald als möglich zu verbessern.

Seit Beginn der ersten Planungen (2001) haben die Gemeinden über 3 Mio. Franken in den Hochwasserschutz investiert. Das Vorprojekt geht aktuell von geschätzten Kosten über 32 Mio. Franken aus. An diesen beteiligen sich Bund und Kanton im Umfang von 66 bis 75 Prozent. Die Restkosten finanzieren die Gemeinden Au und Berneck.

Die Gemeinderäte Au und Berneck sowie die Projektgruppe Hochwasserschutz Littenbach Au-Berneck laden alle Interessierten zur öffentlichen Informationsveranstaltung ein. Sie findet am Mittwoch, 31. August, um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Bünt in Berneck statt. (pd)

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