AU/BERNECK: Bauen gegen das Hochwasser

Die beiden Rheintaler Gemeinden Au und Berneck wollen den Hochwasserschutz im Siedlungsgebiet weiter verbessern, um grössere Schäden bei Unwettern zu vermeiden. Ein Vorprojekt sieht Massnahmen beim Littenbach, Hinterburgbach und Aecheli vor.

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Gemeinden im Rheintal rüsten sich gegen künftiges Hochwasser. (Bild: Archiv/Sandra D. Sutter)

Gemeinden im Rheintal rüsten sich gegen künftiges Hochwasser. (Bild: Archiv/Sandra D. Sutter)

AU/BERNECK. Nach den beiden Hochwasserereignissen in den Jahren 1998 und 2002 konstituierten die Gemeinden Berneck und Au die Kommission Hochwasserschutz Littenbach. Diese wurde beauftragt, die notwendigen Schritte und Planungen in die Wege zu leiten, damit die Hochwassersituation für das Siedlungsgebiet verbessert werden kann.

Die Vorabklärungen hätten gezeigt, dass die Ausgangslage komplex ist und der Hochwasserschutz nicht mit einer Einzelmassnahme gelöst werden kann, heisst in einer gemeinsamen Mitteilung der Gemeinderäte von Au und Berneck vom Dienstag.

Nur eine ganze Palette von Massnahmen führe längerfristig zur Verbesserung der Hochwassersicherheit. Diese umfasse sowohl die Bereitstellung von Rückhalteraum für Holz und Geschiebe als auch den Ausbau der Gerinne und den Rückhalt von Wasser in Retentionsräumen.

Abflussgeschwindigkeit verlangsamen
Die bestehenden Gewässerquerschnitte von Littenbach, Hinterburgbach und Aecheli vermögen die anfallende Wassermenge eines 100-jährigen Hochwassers nicht abzuleiten, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Abflussgeschwindigkeit beim Littenbach soll nun mit einem Drosselbauwerk sowie Retentionsräumen verlangsamt werden. Dafür muss neben dem Littenbach auch das Aecheli und der Hinterburgbach ausgebaut werden. Mit diesen Ausbauten werde die Überflutungshäufigkeit markant reduziert.

Das Vorprojekt wurde von den Gemeinderäten Au und Berneck im Juni 2016 genehmigt und ist zur Vernehmlassung bei den kantonalen Fachstellen und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU). Eine erste Rückmeldung wird im Herbst erwartet. Seit dem Beginn der ersten Planung im Jahre 2001 haben die beiden Gemeinden über 3 Mio. Franken in den Hochwasserschutz investiert. Das Vorprojekt geht von Kosten von insgesamt rund 32 Mio. Franken aus. An diesen beteiligen sich Bund und Kanton im Umfang von 66 bis 75 Prozent. Den Rest finanzieren die Gemeinden Au und Berneck. (sda)

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