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AU: Hoch geschätzte Leistungen

Auer Bürger sind stolz auf ihre Mitgliedschaft in der Ortsgemeinde. Das zeigte der überwältigende Besuch der Vorversammlung. Pflege des Schweizer Riets, Reb-Terrassierung und Sanierung des Spielplatzes waren die Themen.
Maya Seiler
Präsident Arthur Messmer führt so viele Ortsbürger wie noch nie durch die Vorversammlung am Donnerstagabend. (Bild: Maya Seiler)

Präsident Arthur Messmer führt so viele Ortsbürger wie noch nie durch die Vorversammlung am Donnerstagabend. (Bild: Maya Seiler)

AU. Der «Engel»-Saal platzte aus allen Nähten; ständig mussten in der Gaststube Stühle geholt werden. Präsident Arthur Messmer hat einen solchen Ansturm noch nie erlebt in den 23 Jahren, die er dem Ortsverwaltungsrat angehört. Auf die Frage, ob denn ein brisantes Thema auf der Traktandenliste stehe, meinte er, es sei wohl eher die «Südwoarscht» aus Berneck, die jeweils nach der Versammlung aufgetischt werde. Als er zum Schluss die Besucher ohne Tischplatz bat, mit ihrem Stuhl ins Erdgeschoss zu wechseln, beruhigte er die Anwesenden: «Auch wenn wir nicht mit so vielen Leuten gerechnet haben, genug <Südwörscht> habe ich trotzdem bestellt.»

Die erfreuliche Zahl von fast 200 Ortsbürgern ist auch auf die letztjährige Einbürgerungsaktion zurückzuführen. 221 Schweizer Bürger «haben sich endlich entschlossen, Auer Ortsbürger zu werden», freute sich der Präsident.

Leistungen kommen allen zugute

Getreu ihrem Auftrag, mit dem Ertrag aus dem nicht unbeträchtlichen Vermögen Leistungen für die Allgemeinheit, für Kultur und Soziales zu erbringen, hat die Ortsgemeinde im vergangenen Jahr zahlreiche Projekte realisiert. Illustriert mit Bildern, berichtete jedes Ratsmitglied aus seinem Ressort.

Mit Stolz erwähnte Thuri Messmer den Erfolg des «Auer Stüblis» an der Rhema. Wie ein Foto im Rechnungsbericht beweist, war selbst alt Bundesrat Adolf Ogi zu Besuch; er soll vom Auer Burgwein sehr angetan gewesen sein. Messmers Rapport über das Weinjahr 2015: 102 Öchsle beim Blauburgunder, 75 beim Weissen lassen hoffen, dass auch künftige alt Bundesräte und Normalsterbliche den 2015er-Tropfen rühmen werden. Um den Winzern die Arbeit in den steilen Rebhängen zu erleichtern, wurde im Gebiet Burg eine grosse Parzelle quer-terrassiert. Das Resultat wirkt wie Land-Art, denn um der Erosion vorzubeugen, wurde das terrassierte Gelände sofort mit einer Mischung aus Wasser, Samen und Stroh besprüht. Dank Wetterglück keimte die Saat schnell, es gab nicht den kleinsten Rutsch, das Gras wuchs im milden Herbst so stark, dass man am 15 Dezember (!) mähen musste.

Im Lauf der Rebbergsanierung wird ein Rebwanderweg angelegt, der vom Ende des Trottoirs im «Guggere-Rank» in einer Schlaufe um das Restaurant zum Kreuz im Langmoos führt.

Liegenschaftsverwalter Mario Zürn berichtete über Sanierungen der Nasszellen in den Alterswohnungen an der Bachstrasse in Au. Wie Bilder zeigten, sind solche Renovationen im 39-jährigen Haus bei Mieterwechseln angebracht.

Die Ortsgemeinde ist Besitzerin des Restaurants Engel. An der Bürgerversammlung vom Vorjahr wurde ein Kredit gesprochen, um ein Energiekonzept zu erstellen. Es zeigte sich leider, dass bei Sanierungskosten von 1,5 Mio. Franken jährlich höchstens 5000 bis 6000 Franken Energiekosten – also nicht einmal 20 Prozent – hätten gespart werden können. Deshalb verzichtete man auf eine Realisierung.

Applaus für Ortsverwaltungsrat

Beim Spielplatz Oberfahr gab es neue Spielgeräte; ausserdem wurde die Festhütte an die Kanalisation angeschlossen. Spontanen Applaus erhielt der Rat für sein pädagogisch geschicktes Vorgehen, als jugendliche Vandalen sich am Spielplatz zu schaffen machten. Anstatt sie zu verzeigen, wurden sie zu einem Arbeitstag aufgeboten, an dem sie ein grosses Stück mit Dornen überwachsener Böschung roden mussten. Dass neben den Delinquenten auch Ratsmitglieder einen freien Samstag opferten, verdient hohe Anerkennung.

Feld- und Rietmeister Kurt Zellweger erwähnte in seinem letzten Bericht – er tritt auf Ende Jahr zurück – die Arbeiten am Biotop im Schweizer Riet, wo Ausbaggerungen und eine eingebaute Schleuse nun einen konstanten Wasserspiegel gewährleisten. Beim Weiher mit der Vogelinsel müssen die Goldruten bekämpft werden; eine mobile Brücke erlaubte ein erstes Mähen.

Die Informationen waren umfassend, in der allgemeinen Umfrage ergriff niemand das Wort. Abschliessend wies Thuri Messmer darauf hin, dass die Ortsgemeinde Au mit 42 Mio. Franken Umsatz eine grosse Firma sei und lud die Ortsbürger zur Versammlung am Freitag, 11. März, ein.

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