AU: Funken in Schräglage

Auch der Auer Böögg hat das Feuer nicht lange überlebt. Der Meinung einiger Zuschauer nach brannte der Funken zu schnell ab.

Drucken
Teilen
Wegen des aufkommenden Windes geriet der Funken in Schräglage, die Feuerwehr hatte aber jederzeit alles im Griff. (Bild: Kurt Latzer)

Wegen des aufkommenden Windes geriet der Funken in Schräglage, die Feuerwehr hatte aber jederzeit alles im Griff. (Bild: Kurt Latzer)

Wie beim St. Margrether Funken lag es vermutlich am «guten Holz», aus dem die Scheiterhaufen gebaut wurden. Im Gegensatz zu früher, als die Funken meist aus Christbäumen und anderem Brennbarem bestanden, kommt in Au und St. Margrethen nur sauberes und trockenes Holz, meist sogenannte Schwartenbretter, zum Einsatz. Das ist zwar besser für die Umwelt, aber schlechter für die Kasse der Vereine. Das Verbot, Holzpaletten zu verbrennen, kommt nicht bei allen Leuten gut an. Einer der Auer Funkenbauer sagte, man hätte die 2000 Franken, die das Holz gekostet habe, lieber in der Kasse gehabt. Früher habe man Paletten von der Firma Model im Funken verbrannt, die man sogar eigens für den Funken habe zertifizieren lassen. «Die waren zu hundert Prozent aus unbehandeltem, trockenem Holz», sagte der Funkenbauer. Dem Fest tat weder die Holzqualität noch das rasche Abbrennen des Funkens einen Abbruch. Einige Tausend Leute genossen den Anlass auf der Wiese neben der Firma Model. Der Musikverein Konkordia Au gab vor dem Entfachen des Feuers ein kleines Platzkonzert.

Kurt Latzer