AU: Abwasserwerk muss einiges erneuern

Bis 2027 muss das Abwasserwerk Rosenbergsau 34,1 Mio. Franken investieren. Vordringlich sind die Sanierung und der Ausbau der Faultürme sowie der Ersatz der Rechenanlage und der Blockheizkraftwerke.

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Die beiden Faultürme wurden 1972 gebaut. (Bild: Gert Bruderer)

Die beiden Faultürme wurden 1972 gebaut. (Bild: Gert Bruderer)

AU. Für seine Massnahmen gegen Mikroverunreinigungen erwartet das Abwasserwerk Subventionen. Die Kosten, die am Ende selbst zu tragen sind, belaufen sich auf 24,5 Mio. Franken.

Die beiden Faultürme sind bald 45-jährig. Die Erneuerung der Gaseinpressung ist auch 20 Jahre her. Es besteht daher Handlungsbedarf, zumal die Faulung als wichtigste Verfahrensstufe der Schlammbehandlung gilt.

Drittes Blockheizkraftwerk

Zu ersetzen sind zudem die beiden Blockheizkraftwerke aus dem Jahr 2001. Damit sich das Klärgas aus der Schlammfaulung weiterhin in vollem Umfang verwerten lässt, soll noch ein drittes Blockheizkraftwerk gebaut werden. So lässt sich die Klärgasverwertung flexibel gestalten, und sollte ein Heizwerk ausfallen, wäre dennoch die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben gewährleistet. Der Ersatz der bisherigen Kraftwerke soll gestaffelt erfolgen.

Ein wichtiges Projekt besteht darin, Mikroverunreinigungen auszuschliessen. Mit einer Pilotanlage im Abwasserwerk Rosenbergsau haben sich Mikroverunreinigungen mittels Ozonung zu über 80 Prozent eliminieren lassen. Um Überschneidungen mehrerer Sanierungs- und Ausbaumassnahmen zu verhindern, wird die nötige Einrichtung gegen Mikroverunreinigungen zeitlich nach hinten geschoben – auf die Jahre 2021 bis 2023. So können auch Investitionsspitzen etwas gedämpft werden.

Mehr Kosten für Gemeinden

Die eidgenössische Gewässerschutz-Gesetzgebung verlangt, dass ausgewählte Kläranlagen bis 2035 Massnahmen zur Reduktion von Mikroverunreinigungen treffen müssen. Für die Subventionen, die der Bund entrichtet, erhebt er ab 2016 bei den Betreibern der Kläranlagen eine jährliche Abwasserabgabe von neun Franken pro angeschlossenem Einwohner. Dem Zweckverband Abwasserwerk Rosenbergsau werden somit ab diesem Jahr rund 350 000 Franken pro Jahr in Rechnung gestellt. Der Zweckverband wiederum wird diese Kosten den Verbandsgemeinden belasten. Weitere Sanierungsmassnahmen (Hauptpumpwerk, Regenbecken, Sandfang, Vorklärung u. a.) sind weniger dringlich. Die entsprechenden Arbeiten sollen zwischen 2021 und 2027 erfolgen.

Gutes Rechnungsergebnis

Die Rechnung des Abwasserwerks schloss 2015 mit einem Ertragsüberschuss von knapp 570 000 Franken. Er wurde der Betriebsreserve zugewiesen.

Vorgesehen war ein Bezug von 423 000 Franken aus dieser Reserve. Gegenüber dem Budget ergibt sich also eine Besserstellung von fast einer Million Franken. Das Eigenkapital beläuft sich neu auf fast 2,38 Mio. Franken. (gb/pd)

Die Delegiertenversammlung des Zweckverbandes Abwasserwerk Rosenbergsau findet am 17. März statt.