AU: 90-jährige Brücke muss weichen

Die Dienstbrücke soll durch einen Neubau ersetzt werden. Urs Müller, Geschäftsführer des Zweckverbandes Rheintaler Binnenkanal, erklärt weshalb.

Kurt Latzer
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Die kleine Dienstbrücke über den Littenbach an der Mündung in den Binnenkanal wird durch einen Neubau ersetzt und dem Niveau der Eisenbahnbrücke angepasst. (Bild: Kurt Latzer)

Die kleine Dienstbrücke über den Littenbach an der Mündung in den Binnenkanal wird durch einen Neubau ersetzt und dem Niveau der Eisenbahnbrücke angepasst. (Bild: Kurt Latzer)

Kurt Latzer

Ihren Hundertsten erlebt die Brücke unterhalb des Hotels Isebähnli nicht mehr. Die kleine Dienstbrücke an der Mündung des Littenbachs in den Binnenkanal hat ausgedient.

Urs Müller ist für das Projekt verantwortlich. Seit dem 1. Oktober des vergangenen Jahres ist er Geschäftsführer des Zweckverbandes Rheintaler Binnenkanal (RBK).

Wann wurde die kleine Brücke gebaut?

Urs Müller: 1927 schlossen die Schweizerischen Bundesbahnen mit dem Littenbach- und Ächelikorrektionsunternehmen einen Vertrag, wonach das Korrektionsunternehmen eine Brücke unter der SBB-Linie hindurch bauen durfte. Dieser Durchlass und die Dienstbrücke zwischen SBB-Linie und Rheintaler Binnenkanal wurde nach Vertragsabschluss realisiert.

Warum muss die Dienstbrücke jetzt weg?

Die Hochwassersituation hat in den letzten Jahren gezeigt, dass die Dienstbrücke bei der Mündung des Littenbachs in den Rheintaler Binnenkanal Probleme bereitet. Mit dem Neubau der höher gelegten Dienstbrücke sollen bessere Voraussetzungen für den Abfluss des Littenbachs geschaffen werden.

Könnte man nicht gleich komplett auf das Bauwerk verzichten?

Der bauliche und betriebliche Unterhalt am Rheintaler Binnenkanal erfordert einen ufernahen Zugang zum Fliessgewässer. Zwischen St. Margrethen und Au ist der Zugang zum Binnenkanal ausschliesslich auf der westlichen Seite, der SBB-Bahnlinie entlang, möglich. Auf der Ostseite ist der Zugang wegen des Autobahn­viadukts nicht gegeben. Deshalb ist die Dienstbrücke über die Littenbachmündung strategisch wichtig für das Binnenkanalunternehmen.

Wird die Brücke breiter und länger?

Die neue Dienstbrücke wird aus Ortsbeton erstellt. Sie hat die gleichen Masse wie das bestehende Bauwerk.

Wann wird abgebrochen, wann neu gebaut?

Die Planung des Ingenieurbüros Bänziger Partner sieht vor, mit den Bauarbeiten im April zu beginnen.

Was soll die neue Brücke kosten und wer beteiligt sich an der Investition?

Die Baukosten betragen rund 190000 Franken. Diesen Betrag teilen sich die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) und der Zweckverband Rheintaler Binnenkanal zu gleichen Teilen.

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